Sozialministerium bereitet Schließung der Kitas in MV vor

Stefanie Drese (SPD), die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
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14. März 2020 - 11:38 Uhr

Auch für Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich wegen der Coronavirus-Epidemie nach dem Beispiel anderer Bundesländer die Schließung von Schulen und Kitas ab. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, wird den Kabinettsmitgliedern auf ihrer Sondersitzung am Samstag in Schwerin unter anderem der Entwurf einer Allgemeinverfügung für die Kindertagesförderung vorliegen. Diese habe zum Ziel, "dass der Besuch von Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflegestellen in Mecklenburg-Vorpommern ab Montag, den 16. März, untersagt wird", erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD am Freitagabend auf Nachfrage. Die Regelung solle mit den Landkreisen und kreisfreien Städten abgestimmt werden und bis zum Ende der Osterferien gelten.

Die vorgesehenen Maßnahmen seien weitreichend. Doch dienten sie der Prävention und dem Schutz der Bevölkerung. "Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems sowie der öffentlichen Daseinsvorsorge", zeigte sich Drese zuversichtlich. Es gehe darum, Infektionsketten zu durchbrechen und so die Ausbreitung des vor allem für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlichen Virus spürbar zu verlangsamen.

Die Allgemeinverfügung zu den Kitas sehe auch die Sicherstellung einer Notfallversorgung in begründeten Ausnahmefällen vor. Diese solle aber nur in Einzelfällen angeboten werden für Kinder von Eltern, die im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge unverzichtbare Tätigkeiten ausüben. Laut Drese zählen dazu der Gesundheits- und Pflegebereich, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sowie der Nahverkehr.

Quelle: DPA