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"Sorry" - Müller entschuldigt sich für umstrittene Elfer-Aussagen

Nach dem Pokal-Wirbel in Bremen

"Sorry" - Müller entschuldigt sich für umstrittene Elfer-Aussagen

Müller mit der doppelten Rolle rückwärts

Es war DIE Szene beim irren 3:2 im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Bremen und Bayern , über die ganz Fußball-Deutschland heiß diskutierte. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, woraufhin der Bayern-Stürmer zu Boden gegangen war. Referee Siebert entschied nach kurzer Rücksprache mit seinen Assistenten auf Elfmeter. Nach dem Spiel pflichtete Thomas Müller dem Schiri für die umstrittene Entscheidung bei. Doch nun folgte eine Rolle rückwärts - und zwar doppelt.

"Kein Foulspiel, das in dieser Situation für einen Elfmeter ausreicht"

"Ich denke, die Entscheidung war richtig", hatte Müller am Mittwochabend noch gesagt. "Kingsley ist jetzt keiner, der sich fallen lässt, sondern einer, der gerne auch den Zweikampf führt." Doch nachdem am nächsten Tag bereits der DFB in einem Statement die Entscheidung zumindest teilweise revidiert hatte ("Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt") , ruderte nun auch der Bayern-Angreifer zurück.

"Aus dem Spiel heraus sah es für mich ganz klar wie ein Elfmeter aus, wie ein Schubser von hinten", teilte Müller seinen Fans in einer Videobotschaft mit. "Der Schubser ist auch da. Es ist auch ein Foulspiel - allerdings kein Foulspiel, das in dieser Situation für einen Elfmeter ausreicht", korrigierte der ehemalige Nationalspieler seine Aussagen. Und Müller entschuldigte sich obendrein noch für einen anderen Spruch.

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"Sorry, falls es ein bisschen zu überheblich rüberkam"

Denn schon vor knapp zwei Wochen hatte Müller mit einer anderen Aussage Schlagzeilen gemacht. Nach einem fragwürdigen Hand-Elfmeter für Fortuna Düsseldorf beim 4:1-Bayern-Sieg hatte er gesagt: "Das würde ich als Stürmer nicht als Elfmeter haben wollen. Wenn ich den bei uns bekomme, dann schiebe ich ihn absichtlich daneben." Ausgerechnet beim Pokal-Kracher gegen Bremen bekam der FCB genau einen solchen Strafstoß zugesprochen. Lewandowski verwandelte eiskalt - und die Bayern zogen ins Finale ein. Zum Unmut zahlreicher Fans, die sich an Müllers Elfmeter-Äußerung erinnerten - und sich verarscht fühlten.

"Durch diese Konstellation ist natürlich auch meine etwas flapsige Aussage nach dem Düsseldorf-Spiel so ein bisschen als Bumerang zu mir zurückgekommen", entschuldigte sich der Bayern-Star nun auch dafür. "Bevor ich jetzt anfange, Listen zu schreiben, was ich bei einem Interview alles nicht sage, sage ich lieber, wenn's dann mal in die Hose geht – wie vielleicht in diesem Fall: Sorry, falls es ein bisschen zu überheblich rüberkam. Ich wollte da keinen Moralapostel spielen."