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Sorge um Flüchtlingsboot

Sorge um Flüchtlingsboot

Im Mittelmeer wird ein Flüchtlingsboot aus Nordafrika mit 330 Menschen an Bord vermisst. Dies bestätigte ein Sprecher der italienischen Küstenwache am Donnerstagabend. Die Behörden hätten den gesamten Schiffs- und Flugverkehr im Raum der Straße von Sizilien auf den Fall aufmerksam gemacht - auf der Suche nach einem Lebenszeichen des Bootes, so der Sprecher der Guardia Costiera. Bisher habe jedoch niemand etwas entdeckt. Die Nationalität der Flüchtlinge sei nicht bekannt.

Italienische Medien hatten zuvor berichtet, das Boot habe am Dienstag Tripolis in Richtung Lampedusa verlassen. Eine Frau an Bord habe später per Satellitentelefon ein SOS an ihre in Sizilien lebende Schwester gesandt. Diese alarmierte dann das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). An Bord seien hauptsächlich Flüchtlinge aus Eritrea.

Auf der nur 130 Kilometer von Tunesien entfernten Insel Lampedusa herrscht wegen der vielen Bootsflüchtlinge indessen weiter Notstand. Auch am Donnerstag befanden sich noch mehr als 4300 zumeist tunesische Flüchtlinge auf der nur 20 Quadratkilometer großen Insel.