Sonntagsöffnung wegen Corona: "Auf Hamsterkäufe verzichten"

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Brandenburger Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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20. März 2020 - 14:40 Uhr

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat an die Menschen in Brandenburg appelliert, auf Hamsterkäufe in der aktuellen Corona-Krise zu verzichten. An diesem Wochenende greifen zum ersten Mal die Ausnahmen für Sonntagsarbeit. Nonnemacher dankte in einer Mitteilung am Freitag all jenen, die rund um die Uhr im Einsatz seien, damit lebenswichtige Dinge weiter funktionierten.

"Das sind besonders Beschäftigte in der Lebensmittelversorgung, die dafür sorgen, dass die Regale in den Supermärkten schnell wieder gefüllt werden", sagte die Ministerin. "Hier rufe ich nochmals alle Bürgerinnen und Bürger auf, weiter Solidarität zu zeigen und auf Hamsterkäufe zu verzichten."

Nonnemacher richtete ihren Dank auch an die Mitarbeiter in Krankenhäusern, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Rettungsdiensten, Pflegeeinrichtungen, Polizei und Ordnungsämtern: "Nur mit Ihrem unermüdlichen Einsatz können wir diese Krise bewältigen." Außerdem hob die Grünen-Politikerin das Engagement von Ehrenamtlichen hervor, etwa bei der Versorgung der Menschen, die stundenlang im Stau an der deutsch-polnischen Grenze festsaßen, oder beim Einkauf für ältere Nachbarn.

Zur Vermeidung von Versorgungsengpässen hat das für Arbeitsschutz zuständige Gesundheitsministerium vorübergehend Ausnahmen von den Regelungen des Arbeitszeitgesetzes zugelassen. Damit wird das Verbot der Sonntagsarbeit für bestimmte Tätigkeiten und Berufsgruppen gelockert.

Quelle: DPA