Mehr Sonnenbrände in den warmen Sommer-Tagen

Gefährliche Sonne: Wo bzw. wann ist die UV-Strahlung besonders hoch?

31. Mai 2021 - 12:22 Uhr

Vom Hunger nach mehr Sonne und Sommer

Dass wir uns nach dem zum Teil extrem unterkühlten, nassen und insgesamt eher sonnenarmen Frühjahr noch mehr als sonst auf die Sonne freuen, ist nachvollziehbar. Allerdings sollten wir hierbei noch mehr auf den Sonnenschutz und das richtige Eincremen achten als in den vergangenen Jahren. Denn unsere Haut hat einfach noch nicht so viel Sonne abbekommen. Und außerdem ist die Luft gerade sehr klar und die UV-Belastung und die Sonnenbrandgefahr dadurch groß. Mehr zum aktuellen Wettertrend in den kommenden 7 Tagen gibt es hier.

Wie hoch ist die Sonnenbrandgefahr?

UV-Index: Die Graphik zeigt die verschiedenen Stufen an und gibt Vorschläge, welchen Schutz man am besten verwendet.
Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der UV-Strahlung. Die Skala ist nach oben offen.
© rtl.de

Gerade durch Kombination aus klarer Luft und den zum Teil 15 Sonnenstunden am Tag müssen wir aufpassen, uns nicht zu verbrennen. Denn jetzt – gut drei Wochen vor dem kalendarischen Sommerbeginn und dem Sonnenhöchststand – hat die Sonne richtig viel Kraft. Verbreitet liegt der UV-Index bei 6 bis 7. Das entspricht einer hohen Belastung im oberen Bereich. Ab einem UV-Index von 8 spricht man im Allgemeinen von einer sehr hohen Belastung.

Zur Prognose der Sonnenbrandgefahr

Auf den Bergen nimmt die UV-Belastung deutlich zu

Vor allem beim Wandern in den Bergen sollten Sie auf einen guten Sonnenschutz achten.
Gerade beim Bergwandern sollte man sich mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Auf rund 2.000 Metern Höhe ist die Belastung durch UV-Strahlung rund 40 Prozent höher als im Tal.
© dpa, A2800 epa Adrian Bradshaw

Die Belastung von UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu. 100 Höhenmeter entsprechen einer Zunahme von etwa 2 bis 3 Prozent. Das heißt, dass es auf 2.000 Metern Höhe rund 40% mehr UV-Strahlung gibt. Auf 3.000 Meter sind es sogar bis zu 60% mehr. Die Grundbelastung ist also im Hochgebirge deutlich erhöht.

Weiter oben ist die Sonnenbrandgefahr dementsprechend nochmals deutlich erhöht. Aktuell liegt der UV-Wert beispielsweise auf der Zugspitze - Deutschlands höchstem Berg mit knapp 3.000 Metern – bei 9 bis 11. Das ist also eine sehr hohe bis extreme Belastung, vor der Sie sich auf jeden Fall mit Sonnenbrille und entsprechender Bekleidung und Sonnencremen schützen sollten.

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Beste Bedingungen für intensive UV-Strahlung

Die Stärke der UV-Strahlung ist abhängig von:

  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Breitengrad
  • Höhe des Ortes
  • Wolkenbedeckung
  • Albedo der Umgebung

Was heißt das? Wegen des höheren Stands der Sonne ist die UV-Strahlung im Sommer am intensivsten, im Winter am niedrigsten. Entsprechend gilt das für Mittagszeit verglichen mit den Früh- und Morgenstunden. Die UV-Strahlung ist am Äquator am höchsten und steigt mit der Höhe: Die UV-Strahlung nimmt um ca. 10 Prozent pro 1.000 Höhenmeter zu. Eine dicke Wolkenschicht durchdringt die UV-Strahlung kaum, wolkenloser Himmel öffnet ihr Tür und Tor. Wasser, Schnee und auch Sand (am Strand) haben zudem eine hohe Albedo, eine hohe Reflexionsstrahlung und verstärken die UV-Strahlung auf diese Weise. Schatten dagegen verringert sie.

Warum sind UV-Strahlen gefährlich?

Zu viel Sonne kann Ihrem Körper schaden. Achten Sie auf ausreichend Sonnenschutz.
Sonnenbaden ist okay, wenn auf ausreichend Sonnenschutz geachtet wird. Die Gefahr von langfristigen Schäden bleibt trotzdem.
© picture alliance / Wolfram Stein, Wolfram Steinberg, wst sv

Mit ca. 95 Prozent macht die UV-A-Strahlung den größten Teil der ultravioletten Strahlung aus. Die Strahlen des UV-A-Lichts gelangen bis in die tieferen Hautschichten unseres Körpers. Die UV-B-Strahlen sind die sanftere Variante. Sie verhelfen zu einer anhaltenden Bräunung, die sich aber langsamer als bei der UV-A-Strahlung aufbaut. Die Strahlen dringen in die Oberhaut ein. Hierdurch wird das Pigment Melanin gebildet, welches die Hautbräunung hervorruft. Zusätzlich wird eine Schutzschicht, die sogenannte Lichtschwiele aufgebaut. Ein Sonnenbrand kann trotzdem entstehen, wenn die Haut nicht durch genügend Sonnenschutzmittel geschützt wird. Als Spätfolge übermäßiger UV-B-Bestrahlung kann ebenfalls Hautkrebs auftreten.

Die UV-Strahlung kann vor allem Augen und Haut schädigen – kurz- und langfristig. Sonnenbrand und Bindehautentzündung gehen zwar wieder vorüber, aber langfristig können eben Grauer Star und Hautkrebs entstehen. Aber so weit muss es ja gar nicht kommen: So geht cleverer UV-Schutz!

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