Kopfkino ist erlaubt, gegessen wird aber zuhause

Sonia Liebing im Interview: "Ich könnte einen Ausrutscher in der Partnerschaft nicht verzeihen!"

Sonia Liebing
© Nikolaj Georgiew

28. Juli 2020 - 11:08 Uhr

Ein imaginärer Fremdflirt im neuen Video

In Sonia Liebings neuem Video zu "Ich will mit dir und du mit mir" geht es um einen imaginären Fremd-Flirt. Im Interview mit RTL verrät die Sängerin unter anderem, wie viel Kopfkino für sie persönlich in einer Partnerschaft oder Ehe erlaubt ist.

In deinem neuen Video zu "Ich will mit dir und du mit mir" geht es um einen imaginären Fremd-Flirt. Wie viel Kopfkino mit jemand anderem ist in einer Partnerschaft erlaubt?
Sonia Liebing: Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Es gibt Paare, die einen Ausrutscher verzeihen können und damit klar kommen, für andere bedeutet so etwas das Aus. Ich kann nur für mich sagen, dass ich einem schönen Mann gerne hinterher schaue, mein Mann darf einer schönen Frau auch gerne hinterher schauen. Gegessen wird dann aber zuhause! Aber Kopfkino hat glaube ich gar keine Grenzen. Solange diese Gedanken nur im Kopf bleiben! Ich könnte einen Ausrutscher nicht verzeihen.

Dein neues Album erscheint im Herbst. Was kannst du dazu schon verraten?
Sonia Liebing: Es heißt nicht umsonst "Absolut Sonia Liebing". Es sind meine eigenen Erfahrungen, meine eigenen Geschichten und über Themen, die ich einfach mal besingen wollte. Und Themen, mit denen ich andere auch einfach zum Nachdenken bringen möchte.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Songs?
Sonia Liebing: Die Inspiration hole ich mir aus dem Leben. Ich habe mich aber auch inspirieren lassen von anderen Songwritern, ich muss einen Song fühlen, ich muss ihn singen können. Zum Teil sind meine Texte biografisch, aber auch über Liebe, Leidenschaft, über meine Kinder, meine Familie. Aber auch ein paar freche Texte sind dabei.

Die Corona-Krise hat alle Künstler komplett ausgebremst. Wie gehst du persönlich damit um?
Sonia Liebing: Gerade mit meinen Kindern haben wir versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Mittlerweile gibt es auch wieder ein paar TV-Auftritte, ein paar Lichtblicke, wo man sich dann auch freut, wieder etwas zu machen. Ansonsten trifft es die Veranstaltungsbranche ja schon knüppelhart und man kann nicht mehr positiv sehen, dass seit März kein Geld mehr verdient wird. Das kann schon an die Substanz gehen. Aber trotzdem hoffe ich ganz fest, dass es bald wieder losgeht. Bis dahin gibt es auch Autokino-Konzerte, das habe ich auch schon gemacht. Aber die strahlenden, mitsingenden Gesichter der Fans sind schon etwas anderes als nur Motorhaben. Trotzdem würde ich das wieder machen. Ich bin eine Live-Künstlerin, ich möchte auf der Bühne stehen und bin dankbar, wenn das dann eine Möglichkeit ist. Auch, um den Fans etwas zu geben. Ohne sie wären wir Künstler nicht, wo wir sind, das sind wir ihnen auch schuldig.

Was sind deine musikalischen Pläne für das kommende Jahr?
Sonia Liebing: Erstmal sind die Pläne über Bord geworfen. Ich hoffe, dass die Termine aus diesem Jahr nachgeholt werden, außerdem kommt mein Album noch dieses Jahr – ich hoffe, dass es gut ankommt. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder gesund und ohne Mundschutz feiern können. Die Tour mit Sebastian Silbereisen wurde auch auf das kommende Jahr verschoben, darauf freue ich mich auch sehr.

Vielen Dank für das Interview!