Unterwegs krank sein? So bereiten Sie sich vor

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Das gehört in die Reiseapotheke

Diese Medikamente gehören in jede Reiseapotheke Nicht vergessen!
02:49 min
Nicht vergessen!
Diese Medikamente gehören in jede Reiseapotheke

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Eine Erkältung, ein verdorbener Magen oder juckende Mückenstiche – gesundheitliche Beschwerden können einem den Urlaub ganz schön vermiesen. Damit das nicht passiert, sollte man vor der Reise nochmal in der Apotheke vorbeischauen. So hat man die wichtigsten Medikamente parat.

Die wichtigsten Medikamente für Ihre Reiseapotheke

In die Reiseapotheke gehört daher grundsätzlich all das, was auch sonst in der Hausapotheke vorhanden ist. Dazu zählen:

  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Medikamente gegen Beschwerden wie Durchfall und Übelkeit
  • Etwas gegen Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen

„Wenn Kinder mitfahren, auch die kindergeeigneten Varianten mitnehmen", sagt Rainer Löb, Bundesarzt der Malteser. Außerdem sollten Desinfektionsmittel sowie Verbandsmaterial, Wundsalben und Pflaster zur Versorgung von kleinen Verletzungen nicht fehlen, empfiehlt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Lese-Tipp: Reiseapotheke für Kinder und Babys: Diese Dinge sollten Sie nicht vergessen!

Um diese Medikamente kommen Sie unterwegs nicht drum rum!

Urlauber in einem Stuhl am Strand.
Damit Sie im Urlaub auch so richtig entspannen können, gilt es - im Falle einer Krankheit - vorbereitet zu sein.
urlaub

Unverzichtbar sind Sonnenschutz und Mittel gegen Insektenstiche. Prof. Tomas Jelinek, Facharzt für Tropenmedizin und medizinischer Direktor am Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin, empfiehlt eine niedrig dosierte Cortisoncreme: Sie hilft kurzfristig gegen Schwellungen und Entzündungen.

Ins Gepäck gehören daneben natürlich die Mittel, die man regelmäßig einnimmt. Das können Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Herpes und Allergien, aber auch Schilddrüsenhormone und die Antibaby-Pille sein.

Gerade zu Corona-Zeiten wichtig: Packen Sie für die ganze Familie genügend Mund-Nasenschutz-Masken ein. So können Sie sich nicht nur unterwegs schützen, Sie kommen auch nicht in die Bredouille, wenn sich Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung des Virus’ ändern. Auch Corona-Schnelltests können für Sicherheit sorgen.

Lese-Tipp: Diese Medikamente sollten Sie niemals zusammen einnehmen!

Wer einen Wanderurlaub plant, sollte zusätzlich Blasenpflaster mitnehmen. Für einen Tauchurlaub empfiehlt Sellerberg Ohrentropfen. Sie sollen Entzündungen im Gehörgang durch verunreinigtes Wasser vorbeugen. Aktivurlauber auf Mountainbike- oder Klettertouren packen zusätzlich zur Grundausstattung weiteres Verbandmaterial wie sterile Wundkompressen, Einmalhandschuhe und eine Schere ein.

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Keine gefälschten Medikamenten kaufen und verschreibungspflichtige Medikamente bescheinigen lassen

Bei Reisen in die Ferne kommt noch mehr auf die Packliste. „Für Fernreisen ist ein Antibiotikum, das gegen verschiedene Arten an Beschwerden hilft, oft sinnvoll", sagt Jelinek. Alles, was man aus Deutschland mitnehmen kann, sollte auch eingepackt werden. In vielen Regionen der Welt ist die medizinische Versorgung schlechter, als man es gewohnt ist. Außerdem ist Achtung geboten: Laut der Weltgesundheitsorganisation sind rund zehn Prozent der weltweit im Umlauf befindlichen Medikamente gefälscht – und das oft so gut, dass man die Fälschung äußerlich nicht vom Original unterscheiden kann. Hinzu kommt ein weiteres Problem. „Im Ausland sind die Namen von Arzneimitteln und Wirkstoffen manchmal anders als in Deutschland", sagt Sellerberg.

Welche Medikamente wichtig sind und wann diese bei einer Zeitverschiebung am Zielort eingenommen werden müssen, weiß der Hausarzt. Besonders Patienten mit chronischen Erkrankungen und verschreibungspflichtigen Medikamenten sollten sich dort beraten lassen.

Vorab sollte man sich dann noch über die Vorschriften für die Mitnahme von Medikamenten informieren. Das geht am besten bei der Botschaft des Ziellandes und der Fluggesellschaft. Einige Airlines verlangen für manche Arzneien ärztliche Bescheinigungen oder schriftliche Rezepte. Das gilt besonders für das Mitführen von Injektionsspritzen, starken Schmerz- und Betäubungsmitteln. „Am besten die Originalverpackung der Medikamente mitnehmen", sagt Löb. So können bei der Sicherheitskontrolle Nachfragen geklärt und Missverständnisse vermieden werden. (dpa/vdü)