Ölpreise sinken, Benzinpreise auf Rekordniveau

Experte verrät: Das erwartet Autofahrer Richtung Ferien an der Zapfsäule

17. Juni 2019 - 14:00 Uhr

Sommerferien ein teurer Spaß an den Zapfsäulen?

Durchschnittlich 1,52 Euro zahlten Verbraucher Ende Mai für einen Liter Super E10 – Rekordniveau in 2019. In den letzten Tagen sanken die Preise zwar wieder leicht. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,48 Euro, gegenüber der Vorwoche ein Rückgang um 3,1 Cent. Allerdings sank der Ölpreis in den letzten vier Wochen deutlich rasanter (- 15 Prozent). Öl- und Benzinpreis hängen stark voneinander ab, warum wird Benzin also nicht billiger? Eine Prognose für die Preise zum Start der Sommerferien sehen Sie im Video.

„Benzinpreise werden nachgeben“

Der Rohstoff-Experte von der Commerzbank Eugen Weinberg hat Antworten: "Seit Jahresbeginn – bis Ende April – ist der Ölpreis stark gestiegen, außerdem kam es zu Engpässen, da wichtige Öllieferungen einer Pipeline von Russland nach Deutschland unterbrochen wurden. Das hat auch zur Verteuerung der Benzinpreise bei uns geführt."

Benzinpreise in Deutschland beinhalten sehr viel Steuern

Zwar kam es in den letzten Wochen wieder zu einer Verringerung des Ölpreises, allerdings spielen bei der Preisbildung in Deutschland auch die Steuern eine große Rolle. Experte Weinberg: "Der Ölpreis ist in den letzten Tagen von über 70 Dollar in Richtung 60 Dollar je Barrel gefallen. Das hat auch Auswirkungen auf den Benzinpreis, der auch fallen könnte, allerdings nicht im gleichen Ausmaß, da die Benzinpreise in Deutschland sehr viel Steuern beinhalten." Mehr dazu sehen Sie im Video.

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Besser abends tanken

Die Spritpreise variieren vor allem im Tagesverlauf sehr stark. Sandra Hass, Sprecherin vom ADAC, zu RTL.de: "Untersuchungen haben gezeigt, dass Tanken zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr im Schnitt am günstigsten ist." Weiter: "Wer morgens zwischen 6 und 9 Uhr tanken will, muss meist tiefer in die Tasche greifen (bis zu 8 Cent mehr). Um die Mittagzeit und am Nachmittag gibt es weitere Preisspitzen."

Der ADAC empfiehlt deswegen die Nutzung von Spritpreise-Apps. Das spare Geld und erhöhe gleichzeitig den Wettbewerbsdruck. Im bundesweiten Vergleich waren am Dienstag übrigens die Saarländer am besten dran. Am teuersten war laut ADAC Benzin mit 1,543 Euro in Brandenburg, am zweitteuersten in Berlin mit 1,532 Euro.