Somalia: Erstes Flugzeug mit Hilfslieferungen gelandet

09. Februar 2016 - 14:24 Uhr

Luftbrücke: Zollprobleme gelöst

Nach langer Wartezeit ist es endlich so weit: Die Luftbrücke für Millionen hungernde Menschen in Somalia ist gestartet. Ein Flugzeug des Welternährungsprogramms (WFP) landete mittlerweile in Mogadischu. Die Maschine habe 10 Tonnen Nahrungsmittel speziell für unterernährte Kinder an Bord. Die Hilfsgüter reichten aus, rund 3.500 Kinder einen Monat lang zu ernähren, hieß es. 70 weitere Tonnen stünden in Kenia bereit und sollen in den kommenden Tagen nach Somalia geflogen werden.

In Somalia hungern viele Menschen.
Viele Menschen warten auf die rettenden Lebensmittel, die ihnen nun über eine Luftbrücke zukommen sollen.
© dpa, Abukar Albadri

Die Errichtung einer Luftbrücke hatte sich stark verzögert. Schon für Dienstag war geplant, dass Flugzeuge mit Nahrungsmitteln aus Nairobi (Kenia) starten sollten. Doch wegen Zollproblemen war ein Start nicht möglich - Stundenlang standen die Flugzeuge zum Abflug bereit am Flughafen.

Die Lage ist ernst: Die Anzahl der Todesopfer geht in die Zehntausende. "Eltern müssen ihren Kindern beim Sterben zusehen. Wir müssen endlich alles tun und schnell handeln, damit diese armen Familien mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten versorgt werden", mahnte zuvor UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven.

Noch 300 Millionen Dollar benötigt

In den Camps in Kenia bekommen viele ausgehungerte Neuankömmlinge nach Angaben der Welthungerhilfe gerade mal eine Packung Kekse. Und wie die UN-Hilfsgüter nach der Landung auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu genau verteilt werden sollen, ist unklar.

Der Ministerpräsident der somalischen Übergangsregierung, Mohamed Abdullahi Mohamed, sagte der BBC, er und seine Mitarbeiter wollten eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, damit die Nahrungsmittel da ankämen, wo sie nötig seien. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit wir die bedürftigen Menschen erreichen."

Judith Schuler vom Ernährungsprorgamm der Vereinten Nationen sagte im Gespräch mit n-tv, dass bis Jahresende noch etwa 300 Millionen Dollar zusätzlich benötigt werden, um alle Not leidenden Menschen mit Lebensmitteln versorgen zu können. Insgesamt bräuchten derzeit etwa 11,6 Millionen Menschen am Horn von Afrika Hilfe.

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