Solingen: Schule schließt zwei Wochen wegen Hepatitis-Ausbruch

25. April 2018 - 17:59 Uhr

Schülerin schleppt Hepatitis-Virus ein

In Solingen wird eine Grundschule für zwei Wochen geschlossen. Der Grund: Eine Schülerin hat das Hepatitis-Virus eingeschleppt. Die Schülerin soll sich bei ihrer jüngeren Schwester angesteckt haben, die sich in der Kita mit dem Virus infiziert hat.

Die Schließung ist eine Vorsichtsmaßnahme

Die Grundschule Bogenstraße in Solingen bleibt vorerst zu. Eine Schülerin hatte sich unbemerkt mit Hepatitis A infiziert und weiter die Schule besucht. Da kürzlich eine Projektwoche stattfand, in der die Kinder über Klassenverbände hinweg Kontakt hatten, besteht Gefahr, dass sich das Virus in der Schule ausgebreitet haben könnte.

Kostenlose Impfung der Stadt Solingen

Deswegen haben das städtische Gesundheitsamt und die Schulleitung eine dringende Empfehlung ausgesprochen, dass sich alle rund 220 Kinder der Schule impfen lassen. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt, meldet das 'Solinger Tagesplatt'. Kommen Eltern der Impfempfehlung nicht nach, können ihre Kinder die Schule vier Wochen lang nicht besuchen. So lange beträgt die Inkubationszeit bei der Krankheit.

Hepatitis ist eine Infektionskrankheit

Hepatitis ist eine Infektionskrankheit, die meist eine Leberentzündung auslöst. Zu den Beschwerden gehören unter anderem Gelbsucht und typische Grippe-Symptome, Müdigkeit und Fieber. Manche Betroffene erkennen die Symptome aber nicht, weswegen die Hepatitis auch als unterschätzte Volksseuche gilt. Bis zu einer Million Menschen sind in Deutschland mit Hepatitis-Viren infiziert – aber nur wenige wissen davon.