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Soli, Spitzensteuersatz & Co.: Das plant die Große Koalition mit Ihrem Geld!

GroKo: SPD-Minister sind noch nicht bestimmt
GroKo: SPD-Minister sind noch nicht bestimmt Es werden drei Frauen und drei Männer 01:21

So viel Kohle gibt es, wenn die GroKo zustande kommt

Wenn man sich das 28-seitige Ergebnis-Papier der GroKo-Verhandlungen anschaut, dann liest sich das für die Bürger nicht schlecht. Es sind umfassende Verbesserungen im Steuerbereich vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Vizekanzler oder die Vizekanzlerin in der SPD werden sich daran messen lassen müssen, ob sie nur wieder leere Versprechungen machen oder tatsächlich etwas tun in der kommenden Legislaturperiode. Wir zeigen, wer von den Plänen profitiert und wer eher nicht.

Soli soll weg: Das kostet zehn Milliarden

- Für neun von zehn Steuerzahlern soll der Solidaritätszuschlag wegfallen. Das will sich die GroKo etwa zehn Milliarden Euro kosten lassen.   

- Geplant sind gebührenfreie Kitas und ein Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung.

- Das Kindergeld soll um 25 Euro pro Kind und Monat erhöht werden. Der Kinderzuschlag für Einkommensschwache soll ebenfalls erhöht werden.

- Gut für viele: Geplant ist eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen wieder zu gleichen Teilen bezahlen. Derzeit gibt es einen Zusatzbeitrag, den die Kassenmitglieder alleine schultern müssen. Er liegt zwischen 0,6 und 1,6 Prozent. Durchschnittsverdiener dürfen sich auf etwa 200 Euro mehr im Jahr freuen. 

Spitzensteuersatz greift laut GroKo-Plänen früher

07.02.2018, Berlin: Horst Seehofer, Parteivorsitzender der CSU und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen in den Fraktionssaal im Bundestag. Union und SPD haben sich auf die Verteilung der Ministerien verständigt und eine Einigung in den Koalitio
Diese beiden haben ihren Platz in der GroKo sicher: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der designierte Innenminister Horst Seehofer (CSU). © dpa, Britta Pedersen, ped exa

- Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden. 

- Das Rentenniveau soll bis 2025 auf dem derzeitigen Stand von 48 Prozent gehalten werden, für die Zeit danach soll eine Rentenkommission eingerichtet werden. Der Beitragssatz soll nicht über 20 Prozent steigen. 

- Der Spitzensteuersatz soll zwar nicht erhöht werden, er kann aber früher greifen. Das ist für den klassischen Mittelstand schlecht. Wer früher im Steuerspitzensatz landet, hat natürlich weniger Geld. Den wirklich Reichen ist das egal, ob sie 42 Prozent Steuern zahlen. Wer eine Million Euro im Jahr verdient, kann gerne 42 Prozent davon abgeben. Es ist aber nicht gerecht, dass auch derjenige, der ein Jahreseinkommen von 54.950 Euro hat, schon den Spitzensteuersatz zahlen muss. Hier hätte die SPD in den Verhandlungen mehr erreichen müssen. 

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