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Sörensen nimmt sich Renault und Jorda zur Brust

Sörensen nimmt sich Renault und Jorda zur Brust

Carmen Jorda, Lotus
Sieht nett aus, ist laut Marco Sörensen aber zu langsam für die Formel 1: Carmen Jorda.
Getty Images, Bongarts

Nach seinem Abschied aus der Formel 1 hat Marco Sörensen mal richtig Dampf abgelassen. Ziel des Frustabbaus ist neben Renault auch eine recht ansehnliche Dame, die aber regelmäßig Kritik einstecken muss: Carmen Jorda.

Im Gegensatz zu Sörensen, der sein Glück künftig in der GT-Szene versucht, bleibt die Spanierin der 'Königsklasse' des Motorsports als Entwicklungsfahrerin für Renault erhalten - für den Dänen ein Unding. "Sie war 12 Sekunden langsamer als ich im Simulator. Trotzdem hat sie all die Belohnungen erhalten", sagte der frühere Lotus-Testfahrer der Zeitung 'Ekstra Bladet'.

Dass er nicht zu Renault mit wollte, lag allerdings nicht nur an Entwicklungsfahrerin Jorda, sondern an seiner grundsätzlichen Rolle beim Werksteam von Renault, bei dem Sörensen hinter Kevin Magnussen und Joylon nur die dritte Wahl gewesen wäre. "In den vergangenen zwei Jahren habe ich mindestens 60 Tage im Simulator verbracht, das ist ungefähr so viel wie Kevin bei McLaren. Das hat mich so sehr gestört, dass es zu einem Zeitpunkt zu viel wurde und ich aufhören musste", so der 25-Jährige.

Bei all dem Frust, den Sörensen an den Tag legt, bleibt bei ihm aber auch die Erkenntnis hängen, dass das liebe Geld in der Formel 1 eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt. "Ich hatte eben keine sieben Millionen Euro. Das ist das Startkapital, das du für einen Formel-1-Sitz brauchst, habe ich gehört", sagte Sörensen und spielte damit auf die Summe an, die Magnussen angeblich mitgebracht hat, um bei Renault im Cockpit zu sitzen.

Seinem Landsmann, der er bereits aus gemeinsamen Kart-Zeiten kennt, wünscht Sörensen immerhin nur das Beste. Er habe das Zeug, um sich im Duell mit Palmer den Status der Nummer 1 zu sichern, glaubt Sörensen: "Es wird eng. Ich denke aber, dass Kevin über mehr Talent verfügt als Palmer."