Der Hype verbreitet sich weiter

"Clubhouse"-App künftig auch für Android

Clubhouse und der Datenschutz. Die angesagte Hype-App ist umstritten. // DEU, Deutschland, 18.01.2021. *** Clubhouse an
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25. Januar 2021 - 6:58 Uhr

Clubhouse-Gründer wollen mehr

Bisher war die neue Social-Media-App nur für iPhone Nutzer verfügbar. Jetzt kündigten die Macher Paul Davison und Rohan Seth in einem Blogeintrag an: Clubhouse soll künftig auch auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android laufen können. Damit dürfte der Hype um die Audio-Anwendung noch größer werden.

Entwicklungen für Android noch ganz am Anfang

Bis es soweit ist, müssen sich Nutzer von Android-Geräten aber wohl noch Gedulden. Die Programmierung der Android-Version steht offenbar noch ganz am Anfang. Die Gründer kündigten an, bald mit der Arbeit zu beginnen und "weitere Funktionen für Barrierefreiheit und Lokalisierung hinzuzufügen".

Ohnehin müssen die Firmengründer ersteinmal Server-Probleme beheben, die wegen des großen Nutzer-Zulaufs entstehen. Mit zwei Millionen aktiven Anwendern ist Clubhouse zwar (noch!) deutlich kleiner als Twitter mit rund 330 Millionen aktiven Nutzern, die Zahl der User stieg aber in den ersten Wochen und Monaten rasant an.

Den Nerv der Menschen getroffen

Davison und Seth schrieben, mit Clubhouse hätten sie den Nerv der Menschen getroffen sich zu treffen. Alles entwickelte sich binnen der letzten zehn Monate rasend schnell. In der vergangenen Woche hätten "zwei Millionen Menschen auf der ganzen Welt Clubhouse besucht, um sich auszutauschen, zu lernen, zu lachen, unterhalten zu werden, sich zu treffen und zu vernetzen".

Allerdings ist der neue Social-Media-Hype nicht frei von Kritik. Im Fokus von Experten: Der Datenschutz. Und mitmachen kann auch nicht einfach jeder.

Was ist Clubhouse?

Anders als bei TikTok, Instagram oder Snapchat, geht es bei "Clubhouse" nicht um Bild- oder Videoinhalte. Stattdessen kommen die Nutzer der App in Audio-Chatrooms zusammen und tauschen sich hier über vorher festgelegte Themen aus, erklärt Janna Linke, Startup-Expertin bei RTL. Der Diskussionsstoff reicht von Politik über Marketing und Social-Media-Trends bis hin zur Klimadebatte, Nachhaltigkeits-Themen oder Sport.

Nutzer der App können den virtuellen Gesprächsrunden jederzeit betreten, den Moderatoren und "Speakern" zuhören und sich aktiv am Gespräch beteiligen – ohne Video. So entsteht eine Mischung aus Live-Podcast und Konferenz über Telefon. Im Prinzip kann jeder Nutzer einen solchen virtuellen Diskussionsraum eröffnen und andere Nutzer in diese Runde einladen.

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dpa/RTL.de