So würde Deutschland heute wählen: Schulz schon gleichauf mit Merkel

27. Januar 2017 - 11:05 Uhr

Die Kanzler-Frage bewegt viele Bürger

Martin Schulz ist der neue Spitzenkandidat der SPD! Im September wird der 61-Jährige gegen Angela Merkel antreten. Dann will er die CDU-Vorsitzende nach zwölf Jahren Kanzlerschaft stürzen. Doch wie stehen Schulz' Chancen? Die Kanzler-Frage bewegt viele Bürger. Eine aktuelle Umfrage verrät nun, welchen Kanzler die Deutschen heute wählen würden.

Vielleicht ist er tatsächlich der einzige Mann, der Kanzlerin Angela Merkel gefährlich werden kann: der neue SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Das zumindest geht aus dem neuen ARD-Deutschlandtrend des Insitutes Infratest dimap hervor. Schulz muss sich demnach nicht vor Merkel verstecken – im Gegenteil, er liegt sogar gleich auf. Im Fall, dass man den Kanzler direkt wählen könnte, würden aktuell 41 Prozent für Schulz stimmen – ebenso viele wie für Merkel.

Allerdings geben 65 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, für welche Politik Schulz steht. Auch bei der Führungsstärke vertrauen die meisten noch auf Kanzlerin Merkel. Mehr als zwei Drittel attestieren Merkel die erforderliche Führungsstärke – bei Schulz tun dies 60 Prozent. Merkel halten 78 Prozent für kompetent, Schulz dagegen 68 Prozent.

"Schulz ist auf jeden Fall beliebter als Gabriel"

Schon am Mittwoch hatte eine RTL-Forsa-Umfrage gezeigt, dass viele Bürger Schulz' Kandidatur für die SPD für den richtigen Schritt halten. 58 Prozent der Befragten sagten, dass sich mit Schulz die Chancen der SPD bei der Bundestagswahl verbessert hätten.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte im RTL-Interview: "Schulz ist auf jeden Fall als Person beliebter als Sigmar Gabriel. Das ist zwar ein Plus, wird aber nicht ausreichen, um die SPD auch nach oben zu treiben."

Güllner ergänzte außerdem, es werde jetzt darauf ankommen, ob Schulz auch die Wähler erreiche, die die SPD in den vergangenen Jahren verloren haben. "Das sind immerhin 10 Millionen Wähler. Schulz muss wieder das Gefühl vermitteln, dass die SPD die Probleme in Deutschland lösen kann", so der Forsa-Chef.