So viele Studenten ohne Abi 2018 in Berlin wie noch nie

Studierende sitzen in einem Hörsaal. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild
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31. März 2020 - 15:40 Uhr

In Berlin haben 2018 so viele Menschen ohne Abitur studiert wie noch nie. In der Hauptstadt gab es in dem Jahr 5855 Studierende, die zuvor keine allgemeine Hochschulreife erworben hatten, wie aus einer Berechnung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht. Das waren demnach rund 3,1 Prozent aller Studierenden.

Der Anteil derer, die ein Studium ohne Abitur begonnen haben, sank in Berlin allerdings laut CHE im Vergleich zum Vorjahr. 2018 waren es rund 3,3 Prozent aller Studienanfänger, 2017 noch 3,6 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Berlin mit diesen Zahlen auf Platz sechs. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur habe es 2018 anteilig in Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0) und Hessen (3,8) gegeben, heißt es in der Untersuchung.

In ganz Deutschland studierten 2018 den Daten zufolge rund 62.000 Menschen ohne Abitur - ein Rekord. Das waren 2,2 Prozent aller Studierenden. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat der Anteil der Studenten ohne Abitur deutschlandweit um 35 Prozent zugelegt.

Möglich ist ein Studium ohne Abitur für Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben, zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk. So ersetzt etwa die Note aus der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abinote. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung.

Beliebteste Fächer sind bei den Studienanfängern ohne Abitur Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür entschieden sich mit 55 Prozent mehr als die Hälfte. Es folgten Ingenieurwissenschaften (20,8) und Medizin/Gesundheitswissenschaften (12,6).

Quelle: DPA