So tickt der mutmaßliche Mörder von Joggerin Carolin G. und Lucile K.: "Eine sympathische Person"

06. Juni 2017 - 15:35 Uhr

Ermittlungen: Zahl der Beamten wird verdoppelt

Ganz Deutschland atmet auf: Der mutmaßliche Mörder von Joggerin Carolin G. ist gefasst. Ein halbes Jahr nach dem Mord an der 27-Jährigen in Endingen bei Freiburg laufen die Ermittlungen wieder auf Hochtouren. Nach der Festnahme stockt die Polizei ihre Ermittlergruppe wieder auf. Die Zahl der Beamten werde von zehn auf rund 20 verdoppelt, sagte ein Polizeisprecher. Doch was ist der mutmaßliche Vergewaltiger für ein Mann? RTL hat seinen Chef exklusiv zum Interview getroffen.

"Er ist als sympathische Person rübergekommen"

Holger Döpke ist Inhaber eines Logistikunternehmens und war Chef des 40 Jahre alten Fernfahrers, der Anfang November 2016 die 27-Jährige Carolin G. vergewaltigt und getötet haben soll. Zudem wird ihm vorgeworfen, knapp drei Jahre zuvor in Österreich die Studentin Lucile K. missbraucht und umgebracht zu haben. "Im Nachhinein muss ich feststellen, dass ich in der Zwischenzeit mit einem mutmaßlichen Doppelmörder im Büro alleingelassen worden war", äußerte sich Döpke im RTL-Interview.

Das Verwunderliche: "Er ist hier immer als angenehme, sympathische Person rübergekommen", sagte Döpke und fügt hinzu: "Das war, das sage ich ganz ehrlich, von mir aus die erste Reaktion: 'Da seid ihr auf einer falschen Spur.'", fügt Döpke hinzu. An Schlaf könne er momentan nicht denken. "Wenn ich die Möglichkeit hätte, jetzt mit ihm zu sprechen, würde ich ihm tief in die Augen schauen und fragen: 'Hast du das getan?'"

Mutmaßlicher Mörder soll erneut vernommen werden

Carolin G Lucile K Serienmörder Endingen Kufstein
Die mutmaßlichen Opfer des dringend tatverdächtigen Lkw-Fahrers: Carolin G. aus Endingen und Lucile K. aus Kufstein.
© Polizei/ Twitter, Lucile K.

Der 40-Jährige soll am Dienstag zum zweiten Mal vernommen werden. Bei der ersten Vernehmung am Tag seiner Festnahme hatte er die Tat den Angaben zufolge vehement abgestritten.

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DNA-Spur führt zur Festnahme

Eine DNA-Spur hatte zu dem mutmaßlichen Täter geführt. Er hatte gemeinsam mit anderen Fahrern einer Spedition in der Region eine freiwillige Speichelprobe abgegeben. Anschließend  kam der entscheidende Hinweis von den Kriminaltechnikern zu dem DNA-Treffer, sodass die Festnahme erfolgte. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.