24. Mai 2019 - 13:58 Uhr

Der Portopreis für Standardbriefe steigt von 70 auf 80 Cent

Dass ab dem 1. Juli eine Portoerhöhung für verschiedene Briefprodukte kommt, war klar. Jetzt ist bekannt, wie teuer die einzelnen Produkte bald werden. Laut F.A.Z. soll der Standardbrief in Zukunft 80 Cent kosten, bisher lag der Preis bei 70 Cent – obwohl Beobachter einen stärkeren Preisanstieg erwarteten, ist der Zuschlag von zehn Cent die größte Anhebung aller Zeiten. Auch Postkarten, Kompakt-, Groß- und Maxibriefe werden teurer.

Für Postkarten wird ein Drittel mehr fällig

Das Porto für Großbriefe soll auf 1,55 Euro ansteigen, bei Maxibriefen werden es 2,70 Euro. Kompaktbriefe, die die gleichen Maße wie Standardbriefe aufweisen, aber mehr als doppelt so schwer sind, kosten künftig 95 Cent. Außerdem werden Einschreiben um fünf Cent angehoben, Auslandssendungen um 20 Cent. Die neuen Preise sollen bis Ende 2021 gelten.

Eigentlich hatte die Deutsche Post zum 1. April eine Erhöhung des Briefportos angekündigt. Die Bundesnetzagentur beabsichtige der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von 4,8 Prozent einzuräumen, hatte der Bonner Konzern Mitte Januar mitgeteilt.

Portoerhöhungen Standardbriefe in den letzten Jahren

Der F.A.Z zufolge gesteht das Ministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Zurückzuführen sei das auf schwindende Briefmengen, steigende Allgemeinkosten und die Verpflichtung, Briefe flächendeckend jeden Werktag in ganz Deutschland zustellen zu müssen.

  • 2012 0,55 Euro
  • 2013 0,58 Euro
  • 2014 0,60 Euro
  • 2015 0,62 Euro
  • 2016 0,70 Euro
  • 2017 0,70 Euro
  • 2018 0,70 Euro
  • 2019 0,80 Euro

Dazu werde der bisher gebräuchliche europäische Vergleichsmaßstab zugunsten der Post angepasst. Durch die neuen Vorgaben werde die Bundesnetzagentur, welche die Portoanträge der Post genehmigen muss, gezwungen, einen größeren Erhöhungsspielraum einzuräumen.