So teuer sind Hundehaufen – wenn Herrchen ein Ferkel ist und sie liegenlässt

So gehört sich das!
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09. März 2018 - 19:25 Uhr

In Köln sind Hundehaufen am teuersten

Wer einmal hineingetreten ist, weiß, wie unangenehm das ist. Und wem es noch nicht widerfahren ist, der kann es sich zumindest vorstellen: Hundehaufen haben auf Gehwegen, Spielplätzen und Grünfläche nichts zu suchen! In vielen Städtern kostet es deswegen Geld, wenn sich die Hundehalter nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern.

Werl nimmt jetzt 200 statt 35 Euro

Ein Mann greift mit einem Beutel nach Hundekot
Es sollte eine Selbstverständlichkeit, dass Hundehalter eine Plastiktüte oder spezielle Kotbeutel bei sich haben und sie auch verwenden.
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Weil gut gemeinte Appelle anscheinend ebenso wenig nützen wie Automaten mit Tüten für den Hundekot, wurden jetzt in vielen Städten in Nordrhein-Westfalen die Geldstrafen für die stinkenden Haufen ordentlich erhöht, berichtet die 'Bild'-Zeitung. Zudem sollten die Ordnungsämter häufiger in Parks und Grünanlagen patrouillieren, heißt es weiter.

Als Beispiele für drastisch erhöhte Strafen wurde Werl genannt. In der Stadt im Kreis Unna werden künftig 200 Euro fällig, wenn ein Hundehalter erwischt wird - vorher waren es moderate 35 Euro. Damit liegt Werl ganz weit vorne in NRW, teurer ist es nur in der größten Stadt des Landes, Köln. Die Stadt, die als besonders dreckig gilt, nimmt den Ferkeln unter den Hundehaltern 500 Euro ab. In Worten: fünfhundert! Allerdings nur, wenn Fiffi sich auf einem Spielplatz oder einer Sportwiese erleichtert hat.

In anderen Bundesländern, so der Bericht weiter, seien die Strafen vergleichsweise niedrig. Im Saarland werden nur 10 bis 30 aufgerufen, maximal 20 Euro sind es in Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In Bayern und Baden-Württemberg sind es bis zu 150 Euro. In Berlin sind es 35 Euro.

Ob die Bußgelder die Gegend sauberer machen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Wie die 'Westdeutsche Allgemeine Zeitung' (WAZ) schreibt, würden beispielsweise in Bottrop pro Jahr gerade einmal ein Dutzend Hundehalter erwischt.