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So teuer kann die Facebook-Party werden

So teuer kann die Facebook-Party werden

Mehrere Verletzte bei Ausschreitungen

Nach einer illegalen Facebook-Party im Oktober in Magdeburg könnte auf die Veranstalter eine dicke Rechnung zukommen. Polizei und Ordnungsamt gehen von Einsatzkosten von insgesamt mehr als 200.000 Euro aus. Derzeit müssen sich 13 mögliche Mitveranstalter schriftlich erklären, sagte Polizeisprecher Frank Küssner. Im äußersten Fall würden die Verantwortlichen zur Kasse gebeten. "Für den Großeinsatz der Polizei haben unsere Juristen mehr als 200.000 Euro an Ausgaben errechnet", erklärte er.

Facebook-Party Magdeburg teuer Polizeieinsatz
Einmal verklickt, schon passiert: Eine illegale Facebook-Party könnte die Veranstalter teuer zu stehen kommen.
dpa, Jens Wolf

Die Stadt hatte die im Sozialen Netzwerk Facebook angekündigte Party wegen befürchteter Krawalle verboten. Mehrere Hundertschaften riegelten die Veranstaltung ab, etwa 500 Partygäste kamen trotzdem. In der Magdeburger Innenstadt wurden bei Ausschreitungen mit der Polizei mehrere Menschen verletzt.

Falscher Klick kann sehr teuer werden

Tatsächlich erhielt ein 20-jähriger Auszubildender nach dem Großeinsatz der Polizei eine Rechnung in Höhe von über 200.000 Euro. Zudem soll er an das Ordnungsamt 2.500 Euro bezahlen. Und das alles, weil er sich bei Facebook verklickt hat:

Bei einer Einladung hat er laut Polizei auf "akzeptiert" geklickt und dazu geschrieben: "klasse Party". Dadurch hätten sich 40.000 User eingeladen gefühlt, und die Party geriet völlig außer Kontrolle.