„Ich schäme mich dafür“

So reagierte Prinz Harry auf Meghans Selbstmordgedanken

Harry und Meghan sprachen erstmals bei Oprah über Meghans Selbstmordgedanken.
Harry und Meghan sprachen erstmals bei Oprah über Meghans Selbstmordgedanken.
© dpa, Harpo Productions, mka fgj bsc pat

28. Mai 2021 - 12:00 Uhr

Prinz Harry in „The Me You Can’t See“

Was tut man, wenn ein geliebter Mensch einem sagt, dass er nicht mehr leben will? Prinz Harry sah sich auf einmal genau damit konfrontiert. In der Doku-Reihe "The Me You Can't See" spricht er über den Moment, als Meghan ihm von ihren Selbstmordgedanken erzählte. Wie er damals reagierte und was er glaubt, was in so einem Moment das Wichtigste ist, verrät er im Interview.

Der Abend als Meghan über Selbstmord sprach

An jenem Abend sollte das Prinzenpaar auf eine Wohltätigkeitsveranstaltung gehen, doch irgendetwas war anders, erzählt Harry. Herzogin Meghan, damals mit Archie schwanger, sprach erstmals über ihre Selbstmordgedanken. Das erschreckendste: Sie hatte sogar schon darüber nachgedacht, wie sie es tun wollte.

"Das Beängstigendste für sie war die Klarheit ihrer Gedanken. Sie war ganz bei sich - sie war nicht verrückt oder selbstmedikamentös, sei es durch Pillen oder Alkohol, sie war absolut nüchtern. Sie war völlig gesund, aber in der Stille der Nacht weckten diese Gedanken sie auf."

Für diese Reaktion schämt sich Prinz Harry

Prinz Harry und Herzogin Meghan in der Royal Albert Hall in London
Das Lächeln trügt: An diesem Abend soll Meghan mit Harry über ihre Selbstmordgedanken gesprochen haben. Danach gingen sie brav zu einem Event.
© dpa

Dafür, wie Prinz Harry dann reagierte, schämt er sich heute. Denn aufgrund seiner Pflichten als Royal knuddelte er sie nur kurz. Dann hätten beide sich in einen Konvoi gesetzt, sich einer Wand aus Fotografen gestellt und so getan, als wenn alles in Ordnung wäre. In dieser Nacht in der Albert Hall hielten sie ihre Hände fest umklammert und als die Lichter ausgingen, habe Meghan angefangen zu weinen. Prinz Harry habe dann gemerkt, dass er Angst hatte, dass Meghan das Gleiche widerfährt wie seiner Mutter Diana.

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Das rät Prinz Harry Betroffenen

"So viele Menschen haben Angst, so ein Gespräch zu führen, weil sie nicht das Gefühl haben, die richtigen Werkzeuge zu haben, um den richtigen Rat zu geben", sagt Prinz Harry in einer Zusatzepisode von "The Me You Can't See", die am Freitag in Großbritannien ausgestrahlt wurde. "Aber was man sagen will, ist 'Ich bin da'. Hört zu, denn Zuhören und Teil dieses Gesprächs zu sein, ist ohne Zweifel der beste erste Schritt, den man unternehmen kann."

Hilfe bei Suizid- Gedanken

Wenn Sie Suizid-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

(udo)