CDU-Chefin fordert Regeln für „Meinungsmache im Netz“

So reagiert das Netz: Hohn und Spott für Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer hat kein glückliches Händchen beim Umgang mit meinungsstarken Youtubern.
Annegret Kramp-Karrenbauer hat kein glückliches Händchen beim Umgang mit meinungsstarken Youtubern.
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28. Mai 2019 - 17:24 Uhr

Rücktrittsforderung wegen #annegate

Mit ihren Äußerungen zur "Meinungsmache" hat Annegret Kramp-Karrenbauer offensichtlich einen Nerv getroffen. Allerdings sicher nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. In den sozialen Medien wird kübelweise Spott über der CDU-Chefin ausgekippt.

Raketenstart in die Twitter-Trends

Kramp-Karrenbauer hatte getwittert: "Wenn einflussreiche Journalisten oder #Youtuber zum Nichtwählen oder gar zur Zerstörung demokratischer Parteien der Mitte aufrufen, ist das eine Frage der politischen Kultur. Es sind gerade die Parteien der Mitte, die demokratische Werte jeden Tag verteidigen."

Die Antworten darauf ließen trotz ihrer späteren Klarstellung ("Es ist absurd, mir zu unterstellen, Meinungsäußerungen regulieren zu wollen.") nicht lange auf sich warten.

Viele User fordern gar den Rücktritt der Parteichefin.

User wollen AKK Grundgesetz schicken

Häufig wird auch auf das Grundgesetz verwiesen, Teilweise ernst, aber auch mit böser Ironie.

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Vergleiche mit Orban und Putin

Sogar den im Zusammenhang mit Meinungsfreiheit wenig schmeichelhaften Vergleich mit Russlands Staatschef Wladimir Putin und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban muss sie sich gefallen lassen.

Vergangenheit holt AKK ein

Weitere Erkenntnis: Das Netz vergisst nichts. Nicht mal Äußerungen aus dem Karneval. Auch ein weiterer Begriff bahnt sich seinen Weg in die Trend: #zensurgret. Wie sich das in den kommenden Tagen entwickelt, ist ungewiss. Eines steht allerdings fest: Die Aufregung um Annegret Kramp-Karrenbauers Äußerungen dürfte noch einige Zeit andauern.