So kürze ich meine Miete richtig

23. Februar 2016 - 15:37 Uhr

Mit Miet-Irrtümern endlich aufräumen

Ihre Rechte und Pflichten als Mieter: Endlich die wahren Fakten kennen und nicht mehr vom Vermieter abgezockt werden. Das gilt auch bei Mietkürzungen.

Schimmel und Feuchtigkeit, undichte Fenster und Lärm, Heizungsausfall, defekte Türklingel und kaputter Aufzug. Oft unternimmt der Vermieter nichts dagegen. Doch anstatt die Mängel einfach hinzunehmen, können Sie etwas tun.

Recht und Unrecht

Wenn Ihre Wohnung einen Mangel hat, der nicht im Mietvertrag aufgeführt ist, können Sie Ihr Recht einfordern. Ein Mangel liegt dann vor, wenn Sie Ihre Wohnung, aber auch Keller, Treppenhaus oder Garten nicht so nutzen können, wie es laut Vertrag zu erwarten ist.

Das muss ich zuerst tun

Wichtig ist, sofort den Vermieter schriftlich zu benachrichtigen und zur Beseitigung der Mängel aufzufordern um dann die Miete dem Schaden entsprechend zu mindern. Woran man denken sollte, ist die Tatsache, dass man dieses 'eingesparte" Geld nicht einfach ausgeben darf. Falls ein Gericht aus irgendwelchen Gründen dem Vermieter Recht gibt, muss man die Summe, um die man gemindert hat, nachzahlen. Deshalb sollte man das Geld mindestens so lange aufheben, bis der Sachverhalt bzw. das Rechtliche genau geklärt und entschieden ist.

Dann darf ich keine Miete kürzen

Wenn der Mangel an der Wohnung schon vor dem Einzug bekannt war, hat man keine rechtliche Handhabe, die Miete zu kürzen. Ebenfalls gilt, wenn der Mangel vom Mieter selbst verschuldet wurde, darf Miete nicht einbehalten werden.

Vermieter reagiert nicht

Falls Ihr Vermieter auf stur schaltet, fordern Sie Ihn auf, den Mangel innerhalb von 14 Tagen zu beseitigen. Kündigen Sie an, andernfalls selber Handwerker zu bestellen. In diesem Falle muss der Vermieter die Handwerker zahlen. Allerdings müssen Sie in Vorkasse treten. Sie können den Betrag aber von der nächsten Miete abziehen.

Mietkürzung ist kein Kündigungsgrund

Ihr Vermieter darf Ihnen aufgrund einer Mietkürzung, selbst wenn sie ungerechtfertigt oder überhöht ist, nicht kündigen.

Nur wenn der Mieter aus eigener Schuld zwei Monate im Mietrückstand ist, hat der Vermieter das Recht, das Mietverhältnis zu kündigen.

Quelle: Deutscher Mieterbund