So könnte es passiert sein: Löst britischer Pilot das Rätsel um die vermisste MH370?

08. März 2015 - 19:50 Uhr

Geplanter Suizid des Piloten?

Ein Jahr Stochern im Nebel: Flug MH370 bleibt verschwunden. Niemand weiß, was sich in den letzten Stunden an Bord abgespielt hat. Der britische Pilot Simon Hardy will jetzt aufgrund einer sechsmonatigen Auswertung von Daten eine Antwort gefunden haben.

Löst Brite das Rätsel um MH370?
Hoffnung, Überlebende des Flugs MH370 zu finden, gibt es eigentlich keine mehr.
© dpa, Fazry Ismail

Im Fokus der Untersuchungen des erfahrenen Piloten Hardy, der, bei einer großen internationalen Fluggesellschaft angestellt ist, steht der Flugkapitän der MH370: Zaharie Ahmad Shah (53). Wie das Flugportal 'flightglobal' berichtet, kommt Hardy zu dem Ergebnis, dass der Malaysier die Maschine von ihren regulären Kurs abgebracht habe, um über seine Heimatinsel Penang zu fliegen.

Nach diesem Abschied habe er das vermisste Flugzeug absichtlich ins Meer gesteuert. Hardys Berechnungen der Flugdaten zufolge sei die Maschine dabei acht Mal zwischen dem Luftraum Malaysia und Thailand hin und her geflogen und rund hundert Seemeilen vom bisherigen Suchgebiet im Meer gelandet.

Diesen geplanten Suizid halten mehrere erfahrene Unfallermittler für die wahrscheinlichste Variante. Sie äußern sich in einer Dokumentation des Senders 'National Geographic': Der Pilot dirigiert den Kopiloten unter einem Vorwand aus dem Cockpit, nimmt eine Sauerstoffmaske, löst in der Kabine einen Druckabfall aus, der alle ins Koma versetzt und fliegt Richtung Süden, bis die Maschine mit leeren Tanks abstürzt.

Suche soll bis Mai andauern

Derweil geht die beispiellose Suche nach dem Wrack der seit fast einem Jahr spurlos verschwundenen Boing weiter und wird laut Einschätzung der Suchexperten Erfolg haben. "Wir sind vorsichtig optimistisch", sagte Scott Mashford von der Koordinationsstelle für die Suche (JACC) in der australischen Hauptstadt Canberra. "Das Gebiet und der Umfang dieser Suche sind zwar gewaltig, aber wir halten daran fest, dieses Flugzeug zu finden".

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 war mit 239 Menschen an Bord am 8. März letzten Jahres auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking spurlos vom Radar verschwunden. Die Maschine flog nach dem letzten Kontakt noch rund sieben Stunden Richtung Süden. Nach der Auswertung von Satellitendaten liegt die Absturzstelle 2.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth im Indischen Ozean. Dort wird seit Monaten mit ferngesteuerten Unterwasservehikeln gesucht.

Auch am kommenden Sonntag, dem Jahrestag des Verschwindens, geht die Suche weiter. "Alle vier beteiligten Schiffe werden ihre Aktivitäten auch am Jahrestag fortsetzen", so Mashford. "Wir tun alles Menschenmögliche, um MH370 zu finden." Die Suche in dem zunächst 60.000 Quadratkilometer großen Suchgebiet soll bis Mai dauern. "Wenn bis dahin keine Wrackteile gefunden werden, werden die Regierungen von Australien, Malaysia und China über die nächsten Schritte entscheiden".