So gut sind Prepaidkarten aus dem Supermarkt

© dpa bildfunk

10. Februar 2016 - 6:27 Uhr

Wenig-Telefonierer klar im Vorteil

Schon lange gibt es in Supermärkten nicht mehr nur Lebensmittel. Bahn-Tickets, Computer, Kleidung und mittlerweile auch SIM- oder Guthabenkarte fürs Handy. Was aber taugen die Prepaidkarten und Starterpakete von Handy-Discountern im Supermarkt?

Das unabhängige Verbraucherportal Verivox hat die gängigsten Discounter-Angebote untersucht.

Wie funktioniert der Kauf von Prepaidkarten im Supermarkt?

Der Kauf einer SIM- oder Guthabenkarte im Supermarkt ist genauso einfach, wie es klingt: Man bezahlt die ausgewählte SIM-Karte wie jeden anderen Artikel an der Kasse, dann legt man die Karte zu Hause ins Handy ein.

Aktivierung des Starterpakets

Wenn man ein Starterparket kauft, muss dieses noch aktiviert werden: Das geht entweder online auf der Website des Mobilfunkanbieters oder per Hotline-Anruf. Bis der neue Mobilfunkanschluss dann genutzt werden kann, vergehen jedoch bis zu 24 Stunden.

Tipp: Nicht nur auf den Preis achten

Für wen sind die Supermarkt-Tarife empfehlenswert?

Die Angebote der Supermarktdiscounter sind besonders für Wenig- und Normaltelefonierer geeignet. Ein Wenigtelefonierer, der monatlich nicht mehr als eine Stunde telefoniert und nur etwa zehn Kurzmitteilungen versendet, zahlt nicht mehr als sechs Euro pro Monat, wenn er sich für ein Angebot von Edeka, Lidl, Penny, Rewe oder Schlecker entscheidet. Normaltelefonierer, die etwa 160 Minuten monatlich telefonieren und 40 SMS verschicken, zahlen bei den genannten Anbietern maximal 20 Euro.

"Die Supermarkt-Tarife rechnen sich in erster Linie für Wenig- und Normaltelefonierer. Vieltelefonierer fahren mit einem Tarif, der einen Kostenairbag beinhaltet, besser. Der große Vorteil, den die Supermarkt-Tarife bieten, ist das bequeme Aufladen, schließlich kann man die Guthabenkarte einfach beim Einkauf mit aufs Förderband legen", sagt Christof Zinkgräf, Telekommunikationsexperte bei Verivox.

Warum sind Handy-Discounter so günstig?

Mobilfunk-Discounter zeichnen sich durch niedrige Preise für Gesprächsminuten, SMS und mobiles Internet aus. Die im Vergleich zu den konventionellen Angeboten geringeren Kosten werden unter anderem dadurch ermöglicht, dass beispielsweise auf die Subventionierung eines Handys verzichtet wird. Weitere Einsparungen werden auch beim Service erzielt, da die Anbieter in der Regel nur per E-Mail oder über eine kostenpflichtige Hotline zu erreichen sind.

Expertentipp: worauf man achten sollte

Zinkgräf empfiehlt: "Man sollte nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die eigenen Nutzungsgewohnheiten, die Netzabdeckung sowie die Auflade-Möglichkeiten berücksichtigen." Welcher Discounter-Tarif für Sie der passende ist, können Sie mit dem Verivox-Mobilfunkrechner ermitteln.

Quelle: Verivox