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So geht Plastik-Verzicht: ‚Zero Waste‘-Anhänger machen es vor

Von Johannes Meyer und Lukas Föhr

Plastik ist allgegenwärtig- Ob Plastikbecher, Einkaufstüten oder Obst- und Gemüsebeutel - alles was wir kaufen ist verpackt. Es ist billig, leicht zu transportieren und kann schnell entsorgt werden. Weltweit steigt der Verbrauch von Plastik stetig an. Allein die Deutschen verbrauchen jährlich 11,7 Millionen Tonnen Plastikmüll.

So geht Plastik-Verzicht: ‚Zero Waste‘-Anhänger machen es vor

Der hohe Plastikverbrauch wird jedoch zum Problem für die Umwelt, denn landet der Stoff in der Umwelt, zersetzt er sich nicht. Besonders darunter zu leiden haben die Weltmeere. Schon jetzt schwimmen riesige Teppiche aus Müll in den Meeren.

Vielen Meerestiere verfangen sich in den Müllresten oder verwechseln diese mit Futter. Und das ist besonders perfide: Die Tiere fühlen sich satt und verhungern mit müllgefülltem Magen. Die traurige Bilanz: Kaum ein Meerestier ist heute noch frei von Plastikpartikeln.

Boom bei Unverpackt-Läden

Um Müll einzusparen, gibt es immer mehr Menschen, die in ihrem täglichen Leben vor allem auf Plastikverpackungen verzichten wollen. Der Trend des "Zero Waste"-Lifestyles kommt aus den USA. Die Bewegung will durch den Verzicht auf Müll, der nachfolgenden Generation einen „sauberen“ Planeten hinterlassen.

Die Anhänger nutzen z.B. Haarseife statt Shampoo, putzen sich mit Natronpulver statt Zahnpasta ihre Zähne und waschen ihre Wäsche lieber mit Kastanienextrakt als mit Waschmittel. Der Einkauf im Supermarkt wird für diese Verbraucher allerdings schwierig, denn aus hygienischen Gründen können Produkte, wie Käse oder Fleisch nur in Plastik verkauft werden.

Die Anhänger des "Zero-Waste“ müssen daher umdenken, sie müssen Händler oder Bauern finden, bei denen sie ihre Lebensmittel in Einmachgläsern und Stoffbeuteln kaufen können. Da es aber immer mehr Leute gibt, die dieser Bewegung folgen, gründen sich in vielen deutschen Städten „Unverpackt“- Läden. Diese Läden haben das Ziel, das „plastikfreie Leben“ einfacher zu machen. Produkte wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Kaffee, Süßwaren, Seife oder Waschmittel können in diesen Läden als lose Ware gekauft werden.

Aus großen an die Wände montierten Spendern können sich die Kunden ihre eigenen Behälter abfüllen, so dass kein Müll entsteht. Viele Läden kaufen zudem Bioware, die aus regionaler Erzeugung stammt.

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