So finden Sie den Yoga-Kurs, der zu Ihnen passt!

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5. Juli 2018 - 16:39 Uhr

Yoga-Kurse gibt es viele - doch welcher ist der richtige?

Haben sie Gelenkschmerzen? Da könnte vielleicht Yoga helfen. Blöd nur, wenn die Schmerzen erst durchs Yoga entstanden sind. Genau das kann nämlich passieren, wenn man in einen schlechten Kurs gerät und die Übungen falsch macht. Darauf sollten Sie bei der Kurs- und Studiowahl achten.

Den Körper kräftigen und zugleich entspannen - so sollte Yoga eigentlich wirken. Doch nicht alle Übungen sind für jeden geeignet. Und falsch ausgeführt können sie sogar zu Verletzungen führen. Aber achten Yogalehrer darauf, dass die Übungen richtig ausgeführt werden? Informieren sie sich über die Vorbelastungen der Teilnehmer? Mit versteckter Kamera machen wir den Test - in einem professionellen Yoga-Studio, einem Fitness-Studio und bei einem Hitze-Yoga-Kurs.

Darauf sollten Sie bei der Kurs- und Studiowahl achten

Als erstes testet Studentin Somaya Baker ein klassisches Yoga-Studio. Die Probestunde kostet 9 Euro. Zu Beginn geht es hier erst einmal nur ums Wohlbefinden. "Das ist das Ding: Geht es mit hier gut", erklärt Somaya. Und das scheint der Fall zu sein. In den eineinhalb Stunden kümmert sich die Kursleiterin besonders um die Neulinge. Somaya fühlt sich hier gut aufgehoben. Die Aufnahmen unserer versteckten Kamera zeigen wir Yogalehrerin und Osteopathin Silvia Gehde. "Auf jeden Fall ist sie mit sehr viel Aufmerksamkeit bei dir. Für einen Einsteiger ist das auch ganz wichtig", erläutert Gehde. Die Übung "herabschauender Hund" führt Somaya allerdings falsch aus - und wird trotz Betreuung nicht korrigiert.

Test Nummer 2: Yoga bei extremer Hitze - nämlich bei 35 bis 40 Grad. Die Probestunde kostet 16 Euro. Das Workout soll noch effektiver und schonender sein als andere Yoga-Arten. Denn es soll die Gelenke schonen, keinen überfordern und ungefährlich sein. Zudem sollen Wohlbefinden und Selbstbewusstsein steigen. Doch nicht nur Somaya scheint im Kurs davon wenig zu spüren. Auf ihre Frage, ob es normal sei, dass die Übung im Rücken ziehe, erntet Somaya nur ein knappes "das ist normal". Auch andere Einwände werden einfach abgetan. Daher fühlt sich die Studentin nicht ernst genommen. Und auch die Expertin beurteilt den Kurs kritisch: "Das hat nicht mehr viel mit Yoga zu tun; das halte ich für sehr gefährlich." Gehde gibt Yoga-Neulingen wie Profis folgenden Tipp: "Es darf gar nicht wehtun in den Übungen, ansonsten läuft etwas schief."

Wie sieht wohl erst der Yoga Kurs im Fitnessstudio aus? Die Mitgliedschaft kostet hier pro Woche 12 Euro. Der Kurs ist brechend voll, doch gleich zu Beginn die große Überraschung. Die Kursleiterin fragt nach Vorbelastungen oder körperlichen Einschränkungen der Teilnehmer. Dies sei wichtig, um einschätzen zu können, welche Übungen machbar sind - und welche nicht. Und auch sonst ist die Yogalehrerin bemüht, die Haltung jedes einzelnen Teilnehmers zu korrigieren. Bei der Anzahl der Leute ist das allerdings kaum zu machen. Trotzdem ist unsere Expertin zufrieden: "Die Übungen sind auf jeden Fall für Anfänger geeignet."

Fazit: Wo Sie einen Yoga-Kurs belegen, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie auf folgendes achten:

- Bei den Übungen sollten Sie keine Schmerzen verspüren.

- Sie sollten sich im Kurs wohl fühlen.

- Der Kursleiter sollte sich um Sie kümmern und Sie auch korrigeren.

- Die Teilnehmerzahl sollte 15 Personen nicht überschreiten.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann Yoga in der Tat für Kraft und Entspannung sorgen.