Lauf, Lisa, lauf! Mein erster Halbmarathon

So bleibt die Sport-Motivation auch im Urlaub erhalten

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7. September 2019 - 15:19 Uhr

Sich selbst mit neuen Sportklamotten austricksen

Ich bin stolz! Denn bei meiner kleinen Shoppingtour vor dem Urlaub landen diesmal nicht nur drei Bücher, zwei Tuben Sonnencreme und ein paar bequeme Flipflops in der Tasche - sondern auch eine neue Laufhose und ein passendes Shirt. Mit den schönen Trainingsklamotten will ich meinen inneren Schweinehund austricksen. Bisher bin ich zwar sehr zufrieden mit meinem Training: Mittlerweile schaffe ich 14 Kilometer und glaube daran, nicht beim nächsten Schritt vor Erschöpfung tot umzufallen. Aber jetzt geht es für eine Woche nach Griechenland.

Leckeres Essen, Sonne und... Sport!

Leckeres Essen, viel Sonne und ansonsten: Nichtstun. So sieht mein "normaler" Urlaub aus. Diesmal wird es ein bisschen anders laufen (müssen). Es sind nur noch fünf Wochen bis zum Halbmarathon. Ich habe mir sogar eine App runtergeladen, die auf die Sekunde genau die Zeit runterzählt. Je nach Trainingstag empfinde ich das als Motivation - oder als angsteinflößenden und mich-vor-Aufregung-nicht-mehr-schlafen-lassenden-Countdown. Denn ja: Ich bin echt nervös.

Immerhin macht der schöne Ausblick das Lauftraining erträglicher

Und so sehr ich mich auf den Urlaub gefreut habe - so ungelegen kommt diese Trainingsunterbrechung gerade. Also gibt es nur eine Lösung: Weiter laufen. Auch wenn die Sonnenliege so laut nach mir ruft und mich das Nachtisch-Buffet mit einem breiten, von Zucker zerfressen Grinsen anlacht. Oder auslacht. Denn ich bin fest entschlossen, die Tage in diesem tollen Hotel zu genießen. Aber eben auch mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Also schnüre ich am ersten Tag nach unserer Ankunft morgens meine Laufschuhe. Raus aus dem Hotel, links abbiegen und gucken, was kommt. Direkt am Meer vorbei, Hügel rauf und wieder runter. Das bringt mich fast um, denn ehrlicherweise vermeide ich große An- und Abstiege bei meinem Training bisher. Aber diese Route, zwischen Pinienbäumen hindurch und immer mit Blick aufs Wasser: Das macht einiges wieder gut.

Ich bin stolz auf mich!

Ja, es sind heute nur vier kurze, dafür sehr anstrengende und schnelle Kilometer. Und ich werde für meine langen Einheiten diese Woche doch noch mal auf's Laufband wechseln müssen. Das mag ich zwar nicht, steht aber in einem klimatisierten Fitnessstudio und führt nicht nach 20 Minuten auf eine vielbefahrene Hauptstraße. Aber ich bin jetzt schon ein bisschen stolz: Dass ich die neuen Trainingsklamotten nicht nur gekauft und eingepackt, sondern sogar schon genutzt habe.