Reporter testen die jeweils andere Aufwachmethode

Snoozen oder sofort aufstehen: Was ist gesünder und kann man sich das Schlummern abgewöhnen?

03. Februar 2020 - 17:40 Uhr

Kann man vom Snoozer zum Nicht-Snoozer werden?

Snoozen oder nicht snoozen – zu dieser Frage hat so ziemlich jeder seine eigene Meinung. Während einige Menschen sofort beim ersten Weckerklingeln aus den Federn springen, ist die Schlummertaste für andere der beste Freund. Immer und immer wieder geben "Snoozer" sich weitere fünf bis zehn Minuten Zeit, um nochmal die Augen zuzumachen, bevor sie in den Tag starten. Aber ist eine Aufwachmethode wirklich besser als die andere? Und kann man sich seine bevorzugte Methode auch abtrainieren? RTL-Reporterin Karolina Kaminska ist überzeugte Snoozerin, ihr Kollege Robert Keckeis nicht. Was passiert, wenn die beiden eine Woche mal die Rollen tauschen? Das lustige Aufsteh-Experiment sehen Sie im Video!

Ist es gesünder, direkt aufzustehen?

Zum Ende ihres Experiments wollten unsere Reporter natürlich wissen, ob eine Aufwachmethode für unsere Gesundheit besser ist als die andere. Dazu besuchten Karo und Robert den Schlafmediziner Dr. Michael Feld. Auch seine Einschätzung sehen Sie im Video. Ein kleiner Spoiler: Laut dem Experten spielt es gesundheitlich kaum eine Rolle, ob wir uns nur einmal wecken lassen und sofort aufspringen, oder den gefürchteten Moment, in dem wir das warme Bett verlassen, mit der Schlummertaste herauszögern.

Es gibt auch Kritik an der Schlummertaste

Es gibt jedoch auch Experten, die das anders sehen. Der Schlafforscher Dr. Robert S. Rosenberg ist einer der härtesten Snooze-Kritiker. Ihm zufolge sorgt die Schlummertaste dafür, dass wir uns nach dem Aufstehen besonders träge fühlen – oftmals auch noch Stunden später. Dies gilt laut Rosenberg aber vor allem dann, wenn man nach dem Betätigen der Schlummertaste auch wirklich nochmal einschläft. Wer einfach nur ein bisschen döst oder im Bett schon mal überlegt, was der Tag bringen könnte, kann dieser Theorie nach weiterhin getrost snoozen.

So schaffen Sie es, direkt aufzustehen

Mal ganz abgesehen von der Gesundheitsfrage, ist eine Erkenntnis aus dem Aufsteh-Experiment unserer Reporter: Wer nicht noch eine ganze Weile schlummert, hat zumindest mehr Zeit am Morgen. Wenn Sie es also auch schaffen wollen, sich das Snoozen abzugewöhnen, haben wir hier drei Tipps für Sie:

  1. Genügend Schlaf einplanen: Das beste Rezept, um morgens besser aus dem Bett zu kommen, ist so logisch wie simpel. Wir müssen einfach früh genug Schlafen gehen, damit wir am nächsten Morgen ausreichend erholt sind.
  2. Wecker so platzieren, dass wir aufstehen müssen. Auch ganz einfach: Wenn das Handy oder der Wecker nicht neben dem Bett stehen, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als beim ersten Klingeln aus den Federn zu kommen. Es gibt sogar Wecker, die wegrollen oder -fliegen und hartnäckige Snoozer so schon morgens zur Aktion zwingen.
  3. Rituale schaffen: Sie könnten zum Beispiel morgens direkt die Vorhänge aufziehen und ins Bad gehen, um das Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. Feste Rituale helfen nicht nur beim Einschlafen, sondern auch beim Aufstehen.