'Smombie'-Phänomen: Auf Hawaii gibt es Smartphone-Verbot für Fußgänger

26. Oktober 2017 - 7:32 Uhr

Entweder tippen oder gehen!

In kaum einer anderen US-Großstadt gibt es so viele Verkehrsopfer, die durch Handynutzung auf der Straße in Unfälle verwickelt werden, wie in Honolulu. Jetzt gibt es sogar ein Gesetz, das die Smartphone-Nutzung im Gehen verbietet.

Sicherheit geht vor!

In der Vergangenheit hatte die Regierung in Honolulu bereits erwogen, sogenannte 'Smombies' für ihr unaufmerksames Verhalten strafrechtlich zu verfolgen. 'Smombie' ist aus den Wörtern Smartphone und Zombie zusammengesetzt und beschreibt jemanden, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Handy starrt. Jetzt ist das Gesetz da. Für die Smartphone-Nutzung im Verkehr wird ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet 30 Euro fällig. Im schlimmsten Fall sind sogar bis zu 90 Euro als Strafmaß vorgesehen. Eine Ausnahme gilt bei Notfällen, um Polizei oder Rettungsdienste zu alarmieren.

Abgelenkte Fußgänger stellen genauso wie abgelenkte Fahrer eine potenzielle Gefahr für sich selbst und andere Menschen auf der Straße dar. "Wir wollen die Fußgänger sowohl auf dem Bürgersteig als auch beim Überqueren der Straßen schützen", sagte Kirk Caldwell, der Bürgermeister von Honolulu.

In Deutschland können bisher lediglich Auto- und Fahrradfahrer für die Nutzung des Smartphones am Steuer, beziehungsweise am Lenker, mit einem Bußgeld bestraft werden. "In Honolulu hätte man vielleicht ein solches Gesetz durch gesunden Menschenverstand verhindern können", so der Bürgermeister.