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Skurrile Klage nach Toilettensturz: Mann will 500.000 Euro Schmerzensgeld von Fastfood-Kette

"Jetzt will ich Schmerzensgeld"

Eine halbe Million Euro, weil die Klobrille locker war? Das fordert Andre Weitmeyer aus Hannover allen Ernstes von der Fastfood-Kette McDonald's. Der 42-Jährige ist in einer Filiale eines Schnellrestaurants offenbar so schwer von der WC-Schüssel gestürzt, dass er Schmerzensgeld haben möchte – und zwar 500.000 Euro.

Das Drama nahm seinen Lauf, weil die Abstandshalter unter der Klobrille fehlten. Deswegen sei Weitmeyer vom Toilettensitz gefallen und zwar mit schmerzhaften Folgen. ISG-Blockade und LWS, lautete die Diagnose im Krankenhaus. Er habe sich also ein Gelenk gestaucht, das das Kreuzbein und das Darmbein verbindet sowie seine Lendenwirbel.

"Es steht kein 'Defekt'-Schild dran. Du setzt dich drauf, rutschst runter, tust dir verdammt weh, hast Schmerzen. Jetzt will ich Schmerzensgeld", erklärt Weitmeyer im Interview. Und Schmerzensgeld will er nicht zu knapp: 500.000 Euro sollen es sein. "Wir haben uns bereits bei dem Gast gemeldet. Aktuell prüfen wir den Vorfall gemeinsam mit dem Restaurant", teilte McDonald's mit.

Juristen dämpfen allerdings die Erwartung des Klägers. So viel Geld gäbe es nicht mal in den USA, dem Mutterland der enormen Schadenersatzzahlungen, für solch eine Prellung. "Ich würde dem Geschädigten raten, nochmal in sich zu gehen, ob und inwieweit er sein Mitverschulden berücksichtigt hat. Wenn es darum geht, 500.000 Euro einzuklagen, dann liegt die Erfolgschance bei exakt null Prozent", erklärt der Rechtsanwalt Martin Möller.

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