Skrupelloser Drogenschmuggel: Tierarzt operierte Welpen Heroinpäckchen in den Bauch

Der Tierarzt steht in den USA vor Gericht

Normalerweise wird man Tierarzt, weil man Tieren helfen will. In den USA steht ein Veterinär vor Gericht, der skrupellos Welpen gequält hat, um so das große Geld zu machen. Der Kolumbianer schnitt den Tieren die Bäuche auf, um darin Heroinpäckchen zu verstecken. Dann schmuggelte er die Hundewelpen über die Grenze in die USA. Doch er flog auf.

Wahrscheinlich haben nicht alle Welpen die Tortur überlebt

HANDOUT - 2005, Kolumbien: Das von der US-Drogenvollzugsbehörden DEA zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt Hundewelpen, die von einer Farm in Kolumbien gerettet wurden, wo sie für den Drogenschmuggel vorgesehen waren. Weil er Heroinpäckchen in die B
Die Drogenfahnder retteten bei einer Razzia auf einer Drogenfarm in Kolumbien mehrere Welpen.
KW hjb, dpa, Uncredited

Um das flüssige Heroin über die Grenze zu schaffen, war dem Angeklagten offenbar jedes Mittel recht. Er pflanzte den Welpen die Drogenpäckchen ein, und bei der Ankunft in den USA wurden die Tiere erneut operiert, um die Schmuggelware wieder zu entfernen und zu verkaufen.

Wie viele Tiere diese Prozedur über sich ergehen lassen mussten, wissen die Behörden nicht genau. Die Hunde – wahrscheinlich fast alles reinrassige Labradorzüchtungen – wurden danach ebenfalls weiterverkauft. Die Ermittler sind sich sicher, dass nicht alle Welpen die Eingriffe überlebt haben.

Dem Drogenschmuggler droht eine lange Haftstrafe

Welpen hatte Drogenpäckchen im Bauch
Der Tierarzt pflanzte den Welpen Päckchen mit flüssigem Heroin ein.
lk_pt_gk, picture-alliance/ dpa/dpaweb, epa DEA HO

Die barbarischen Machenschaften des kolumbianischen Drogenrings flogen schon 2005 auf. Eine Untersuchung der US-Antidrogenbehörde DEA deckte die "unmenschliche Herzlosigkeit" auf. Bei einer Razzia wurden mehrere Welpen gefunden und gerettet. Drei starben jedoch wenig später an einer Infektion, wie der Sender ABC berichtete.

Dem Tierarzt gelang damals die Flucht, dann wurde er aber in Spanien gefasst und an die USA ausgeliefert. Jetzt wird ihm vor einem Bundesgericht in New York der Prozess gemacht. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mindestens zehn Jahre Haft. Der 38-Jährige sei nicht nur ein Drogenhändler, sondern habe auch den Schwur von Tierärzten gebrochen, Tierleiden zu verhindern, erklärte der zuständige US-Bundesstaatsanwalt Richard P. Donoghue.