Wegen zu viel Wind und Tande-Unfall

Skisprung-Bundestrainer will DSV-Adler nicht springen lassen

Bundestrainer Stefan Horngacher wird heute nicht auf dem Traienr-Turm stehen und seine Athleten die Schanze herunterschicken.
Bundestrainer Stefan Horngacher wird heute nicht auf dem Traienr-Turm stehen und seine Athleten die Schanze herunterschicken.
© dpa, Daniel Karmann, dka nic pre

27. März 2021 - 14:31 Uhr

Kein Risiko eingehen

Der schreckliche Sturz von Daniel Andre Tande hält die Skisprung-Welt weiter in Atem. Nun will auch die deutsche Mannschaft Konsequenzen aus dem Horror-Abflug des Norwegers ziehen. DSV-Trainer Stefan Horngacher winkt unter den aktuellen Windbedingungen auf der Schanze in Plancia keinen seiner Athleten mehr ab.

Teamspringen mittlerweile abgesagt

"Ich habe entschieden für unsere Mannschaft, dass mit solchen Verhältnissen keiner mehr springen wird", sagte der 51-Jährige am Samstag im ZDF. Der erste Durchgang des Mannschafts-Skifliegens in Slowenien war zu diesem Zeitpunkt unterbrochen, mit einer endgültigen Entscheidung über einen möglichen Wettkampfabbruch wollte die Jury aber noch abwarten. Horngacher hatte keine Hoffnung, dass sich die Verhältnisse in absehbarer Zeit verbessern könnten.

Stattdessen ist sich der Coach bereits sicher, dass für seine Mannschaft der Wettkampf bereits vorbei ist: "Die Entscheidung für Deutschland ist eigentlich gefallen, dass wir nicht mehr springen bei diesem Wind", sagte er und betonte: "Ich habe eine Entscheidung getroffen, zu der stehe ich auch. Und wir ziehen das so durch."" Mit Bezug zum schlimmen Unfall des Norwegers Daniel André Tande am Donnerstag sagte der Österreicher zudem: "Der Sturz von Tande steckt allen noch in den Knochen."

Letztlich knickten auch die Offiziellen ein und beendeten nach dem ersten Durchgang den Teamwettbewerb am Samstag.

Quelle: rtl.de/dpa