Coronavirus und die Folgen

Ski-Weltcup: Interviews nur in 1,5 Metern Abstand

Audi FIS Alpine Ski World Cup - Women's Alpin Combined
Audi FIS Alpine Ski World Cup - Women's Alpin Combined
© Getty Images, Bongarts, AZ

28. Februar 2020 - 10:15 Uhr

Bitte Abstand halten

Kuriose Corona-Folgen beim Ski-Weltcup in Italien: Die Angst vor Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus lässt die Veranstalter von den zwei Frauen-Rennen in La Thuile zu harten Maßnahmen greifen.

Am Wochenende sind in dem Ski-Ort im Nordosten Italiens - rund drei Autostunden von den am meisten von Sars-CoV-2-Infektionen betroffenen Gebieten in der nördlichen Lombardei - zwei Frauen-Rennen geplant.

Um die Gefahr einer möglichen Verbreitung des Virus' zu minimieren, beschlossen die Veranstalter und der Weltverband FIS Interview-Verhaltensregeln für den Super-G am Samstag und die Alpine Kombination am Sonntag.

Interview-Regeln und Händeschüttel-Verbot

Reporter, Kameraleute und Fotografen müssen bei den Interviews mit den Rennfahrerinnen im Zielbereich einen Mindestabstand von eineinhalb Metern halten. Zudem soll bei Mikrofonen nach jeder Sportlerin die Schutzhülle gewechselt werden.

Selbst TV-Moderatoren von Live-Übertragungen, zu denen die Sportlerinnen oft schon während des Rennens gehen, sind aufgefordert, zwischen sich und den Athletinnen eineinhalb Meter Abstand zu lassen. Darüber hinaus sollen beide unterschiedliche Mikrofone benutzen.

Um zwischenmenschliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, wurden sämtliche Pressekonferenzen sowie die öffentlichen Siegerzeremonien und Startnummernvergaben gestrichen. Jedem akkreditierten Journalisten oder Ehrengast wurde zudem verboten, den Sportlerinnen in La Thuile im Aostatal die Hand zu geben.

RTL.de/dpa