Unerkannte Haselnuss-Allergie ließ kein Training zu

Felix Neureuther hatte im Sommer Angst um seine Karriere

Slalom-Star Felix Neureuther bangte im Sommer wegen zunächst unerklärlichen Symptomen um seine Karriere
© dpa, Michael Kappeler, mkx axs nic

05. Januar 2019 - 11:26 Uhr

Ungewöhnliche Symptome ließen Neureuther über Karriereende nachdenken

Rückenschmerzen, Sprunggelenks-Entzündung, Kreuzbandriss - die Verletzungsgeschichte von Felix Neureuther ist lang, die Psyche des beliebten Wintersportlers aber schien unumstößlich. Bis ihn im vergangenen Sommer mysteriöse Symptome zum Nachdenken brachten.

Neureuther: "Habe mich matt und platt gefühlt"

Neureuther plagte ein diffuses Unwohlsein - scheinbar ohne Grund: "Ab April war ich ständig krank, habe mich matt und platt gefühlt, hatte oft Halsschmerzen und Probleme mit den Nebenhöhlen. An richtiges Training war nicht zu denken. Natürlich ist man da beunruhigt und fragt sich, wie es mit der Karriere weitergeht", sagte er der 'Sport Bild'.

Die Gedanken an ein Karriereende lösten sich aber schnell auf, als die Ursache gefunden war: Der Skirennläufer hatte "auf einmal eine Haselnuss-Allergie."

Allergie eher zufällig entdeckt

Bis die Unversträglichkeit erkannt war, gingen aber noch einige Wochen ins Land: "Im Juli bekam ich dann plötzlich wieder Halsschmerzen, da habe ich sofort unseren Mannschaftsarzt angerufen. Der fragte: Was hast du gegessen? Ich hatte Schokoladen-Konfekt mit einer Haselnuss genascht", beschrieb Neureuther die eher zufällige Entdeckung der Allergie.

Einerseits brachte die Gewissheit Erleichterung, die Diagnose hat für die Naschkatze Neureuther aber auch unangenhmen Verzicht zur Folge: "Ich habe immer total gerne Schokolade mit ganzen Haselnüssen gegessen."

Neureuther bei Klassikern und WM gefordert

Die plötzlich auftretende Allergie war nicht der erst Rückschlag für das Slalom-Ass. Aufgrund eines Kreuzbandrisses hatte Neureuther ein Jahr pausieren müssen, kurz vor seinem geplanten Comeback zu Beginn des Winters brach er sich den Daumen.

Mit seinem 8. Platz im Slalom von Madonna di Campiglio (ITA) meldete sich der Routinier überraschend stark zurück, vor der WM in Are/Schweden (3. bis 17. Februar) stehen noch die vier Klassiker in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming an.