"Absoluter Worst Case" für deutsche Skifahrer

Felix Neureuther bedient: "So gewinnst du keinen Blumentopf"

Felix Neureuther
© dpa, Peter Schneider, ps wal

14. Januar 2019 - 11:17 Uhr

Die WM naht, die Form ist im Keller

Drei Wochen vor Beginn der alpinen Ski-WM versinken der deutsche Ski-Verband und Vorzeigeläufer Felix Neureuther im Frust. "So gewinnst du keinen Blumentopf", klagte Neureuther, nachdem er beim Slalom in Adelboden als 15. lediglich Schadensbegrenzung betrieben hatte.

Immerhin ist Neureuther die Schiene los

Während Österreichs "Kannibale" Marcel Hirscher seinen nächsten Weltcup-Sieg (Nummer 67!) bejubelte, fügten sich Neureuthers Klagelaute nahtlos in das jämmerliche Gesamtbild der deutschen Skiläufer: Die Abfahrer sind nach den Kreuzbandrissen von Thomas Dreßen und Andreas Sander arg gebeutelt, am Samstag verletzte sich auch noch Stefan Luitz an der Schulter.

"Das ist für uns gerade der absolute Worst Case", sagte Neureuther, "aber wir kämpfen weiter." Das muss er vor allem selbst. Sein Auftritt auf dem legendären Chuenisbärgli? Zum Abwinken.

"Da kommt gerade alles zusammen: Kopf, Körper, Material", sagte der 34-Jährige. Zuletzt gelang ihm stets nur ein vernünftiger Lauf. "Das ärgert mich, da ist auch Frust dabei. Ich habe andere Ansprüche." Nach Rang 27 im 1. Durchgang habe er zwar "ein bisschen Schadensbegrenzung betrieben, aber alles in allem kann ich nicht zufrieden sein. Es liegt noch viel Arbeit vor mir."

Dabei schienen die Voraussetzungen günstig: Neureuther fuhr erstmals nach seiner Daumenverletzung wieder ohne Schiene und war "froh, dass ich das Ding los bin". Immerhin ein Lichtblick.