Skandal um Instagram-Post

Bundeswehr bezeichnet Hakenkreuz-Uniform als "Retro-Mode"

© Bundeswehr/Instagram

27. November 2019 - 12:24 Uhr

Eigentlich sollte Instagram das Bundeswehr-Image verbessern

Mit einem Instagram-Account wollte sich die Bundeswehr jung und modern zeigen. Das Image sollte aufpoliert werden. Doch jetzt sorgt ein Bild für Ärger: Zu sehen ist darauf eine Wehrmachtsuniform mit Eisernen Kreuzen und einem Verwundeten-Abzeichen, auf dem ein Hakenkreuz abgebildet ist. Darunter der Text: "Auch #Mode ist ein Aspekt. Bis heute halten sich militärische Stilelemente in der Haute Couture." Auf dem Bild prangert der Schriftzug "Retro". Die Uniform ist in einer Ausstellung im Militärhistorischen Museum Dresden zu sehen, und um die ging es in der Instagram-Story auch. Mittlerweile hat die Bundeswehr den Post aus der Instastory gelöscht.

Bundeswehr: Story ist "gedankenlos" und "unsensibel"

"Der Text zum Bild ist tatsächlich missverständlich", erklärte das Ministerium gegenüber der "Bild"-Zeitung und bezeichnete die Story als "gedankenlos" und "unsensibel". Mit dem Mitarbeiter solle gesprochen werden.

Besonders prekär: Erst vor wenigen Tagen hat die Bundeswehr einen Leitfaden zum Umgang mit sozialen Medien verbreitet. Aus diesem geht hervor, dass die Mitarbeiter ihren Arbeitgeber "authentisch, stolz und mit Freude präsentieren" sollen. Sie sollen dazu beitragen, "das Bild des Arbeitgebers Bundeswehr weiter zu verbessern und dessen Einbindung in die Gesellschaft zu fördern". Tja, das ist ja dann wohl mal ordentlich schief gegangen.