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Skandal im deutschen Reitsport: Neuer Fall sexueller Belästigung

Deutscher Springreiter im Sattel
Springreiter sitzen zwar fest im Sattel, können sich aber nicht immer zügeln © imago/Thomas Zimmermann, imago sportfotodienst

Ermittlungen in einem weiteren Fall von sexualisierter Gewalt

Alkohol, K.o.-Tropfen, Missbrauch: Zehn Tage nach dem erschütternden Bericht des "Spiegel" über sexualisierte Gewalt im deutschen Reitsport ermittelt der deutsche Reitverband FN in einem weiteren Fall möglicher sexualisierter Gewalt durch Nachwuchsreiter. Das bestätigte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur.

Drei Vorfälle in zehn Tagen gemeldet

"Wir haben in den letzten zehn Tagen drei Vorfälle bei Turnieren gemeldet bekommen, bei einem davon ging es um sexuelle Belästigung", sagte Lauterbach am Rande der WM in den USA. "Wir haben das auch an die Polizei weitergegeben."

Suff und Sachbeschädigung

Vor knapp zwei Wochen hatten die FN nach einer Veröffentlichung des "Spiegel" Probleme mit einigen Nachwuchsreitern bestätigt. Es ging um Alkoholmissbrauch, Sachbeschädigung und den Vorwurf eines sexuellen Übergriffs durch einen Reiter aus dem Nachwuchs-Kader. 

Bei den nun gemeldeten Vorfällen gehe es auch um Sachbeschädigung unter Alkoholeinfluss. Bisher wurde ein Nachwuchssportler in erster Instanz in einem Verfahren wegen des Vorwurfs sexualisierter Gewalt für 18 Monate gesperrt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster, nachdem die FN den Fall weitergegeben hatte.

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