Skandal an Bonner Gymnasium: Lehrer guckt Pornos im Unterricht

19. November 2013 - 12:52 Uhr

Schüler und Eltern sind entsetzt

Porno-Skandal an einem Gymnasium in Bonn: Während des Unterrichts soll ein Lehrer seinen Laptop nach Pornoseiten durchforstet haben. Seine Schüler befanden sich zu dieser Zeit im gleichen Raum und schrieben eine Klassenarbeit.

Lehrer guckt Pornos im Unterricht
Ein Lehrer eines Bonner Gymnasiums soll sich während des Unterrichts seiner 7. Klasse Pornofilme angesehen haben.(Symbolbild)
© dpa, Jens Büttner

Schüler sowie Eltern sind entsetzt. Dass der Lehrer mitten im Unterricht einer 7. Klasse Pornoseiten anschaut, geht definitiv zu weit. Anscheinend fühlte sich der "Porno-Pauker" unbeobachtet, als er sich mitten im Raum voller 12- und 13-jähriger Kinder auf seinem Laptop durch einschlägige Seiten klickte.

Da seine Schüler gerade eine Klassenarbeit schrieben, guckten sie starr auf ihre Arbeitsblätter. Wahrscheinlich wagte der Lehrer deshalb das Ungeheuerliche. Sogar Sex-Filme soll er sich angeschaut haben. Das zumindest erzählten anschließend einige Siebtklässler. Sie behaupteten, die einschlägigen Bilder auf dem Bildschirm gesehen zu haben.

Erneuter Sexskandal erschüttert Eltern

Bereits vor einem Jahr geriet die Otto-Kühne-Schule in Bonn mit einem anderen, weitaus schlimmeren, Sexskandal in die Schlagzeilen. Damals kam heraus, dass ein anderer Lehrer über 20 Jahre hinweg Schülerinnen sexuell belästigt haben soll. Vielleicht war der Direktor deshalb sofort bereit, den Kindern in dem aktuellen Fall zu glauben. "Ich habe die Sachen geprüft und zusammen mit dem Schulträger haben wir die Entscheidung getroffen, dass bis zur vollständigen Aufklärung des Falls der Kollege von allen dienstlichen Aufgaben befreit ist", so der Schulleiter des Gymnasiums Joachim Gantzsch.

Die Staatsanwaltschaft sieht den Fall ähnlich. Derzeit ermittelt sie gegen den angeblichen "Porno-Pauker". Dem Pädagogen droht nun ein Jahr Haft. Die Eltern und Schulen hoffen, dass dieser Sexskandal an ihrer Schule nun endlich der letzte war.