Nach Suizid ihres Sohnes

Sinéad O’Connor erhebt schwere Vorwürfe gegen Klinik

Oct 21 2007 Toronto Ontario Canada Having talked to Oprah this month about her bipolar disord
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© imago/ZUMA Press, imago stock&people

10. Januar 2022 - 15:12 Uhr

Sinéad O’Connor trauert um ihren Sohn Shane

Schwerer Schicksalsschlag für Sinéad O'Connor (55): Ihr Sohn Shane ist mit nur 17 Jahren ums Leben gekommen. Das verkündet die trauernde Mutter via Twitter und wurde nun auch durch die Polizei bestätigt. Die Sängerin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Klinik in der Shane aufgrund von akuter Suizidgefahr beobachtet werden sollte, aus der er allerdings kurz vor seinem Tod ausgebrochen ist.

Sinéad O’Connor erhebt Vorwürfe gegen Klinik

Schon bevor Shane tot aufgefunden wurde, drohte die 2018 zum Islam konvertierte Musikerin der Klinik im Netz mit einer Klage. "Wie kann ein siebzehnjähriger traumatisierter junger Mensch, der wegen Selbstmordgefährdung unter Beobachtung steht, verschwinden?", schrieb sie kurz nach seiner Flucht auf Twitter. Die Klinik wolle die Verantwortung dafür nicht übernehmen, erklärt sie dort weiter. "Wenn meinem Sohn etwas passiert, wird geklagt."

Der Teenager wurde seit Donnerstag, 4. Januar, vermisst. Er soll am Freitag in Tallaght, South Dublin, gesehen worden sein. Ein Sprecher der Polizei bestätigt nun die traurige Meldung: "Nach der Bergung einer Leiche in der Gegend von Bray in Wicklow am Freitag, den 7. Januar 2022, wurde der Vermisstenaufruf für Shane O'Connor, 17 Jahre, eingestellt."

Shane hat in der Vergangenheit versucht, sich das Leben zu nehmen. Deswegen befand er sich zuletzt in einem Krankenhaus, wo er rund um die Uhr hätte beaufsichtigt werden sollen. Von dort entwischte er jedoch, weswegen seine Mutter der Einrichtung jetzt schwere Vorwürfe macht. (nos /sfi)

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.