Partys, Feuerwerk und Glockenschläge

So ausgelassen begrüßten die Menschen weltweit das neue Jahr

Weltweit haben die Menschen ins Jahr 2020 gefeiert.
Weltweit haben die Menschen ins Jahr 2020 gefeiert.
© dpa, Ahmed Gomaa, lop

01. Januar 2020 - 11:40 Uhr

Heiratsantrag auf der Partymeile vor dem Brandenburger Tor

Mit Jubel und Feuerwerk haben die Menschen weltweit den Jahreswechsel gefeiert und das Jahr 2020 größtenteils friedlich begrüßt. Die größte Silvesterparty in Deutschland fand in Berlin am Brandenburger Tor statt. Unvergesslich wurde der Abend besonders für ein Pärchen: Vor tausenden Menschen auf der Berliner Festmeile am Brandenburger Tor machte ein Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag. Die mutige Aktion hat sich gelohnt - sie sagte Ja.

Böllerverbot wurde von dem meisten akzeptiert

 Sivesterparty in Berlin
In Berlin stieg vor dem Brandenburger Tor die größte Party des Landes.
© imago images/Photopress Müller, Ralf MÃ& ¸ller via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen - unter anderen galt rund um den Alexanderplatz ein Böllerverbot. Die Berliner Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt.

Auch in München akzeptierten die meisten Menschen die Verbotszone für Silvesterfeuerwerk in der Altstadt. Es sei nur vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei mit. Rund 20.000 Menschen waren den Angaben zufolge in der Nacht auf dem Marienplatz und in den angrenzenden Fußgängerzonen unterwegs. 

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In Samoa begann das neue Jahr 2020 als erstes

Silvester - Australien
Die Feuerwehr erteilte für das Silvesterfeuerwerk in Sydney eine Ausnahmegenehmigung.
© dpa, Bai Xuefei, lix alf

In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste - bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit - feierten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe: In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen.

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Silvesterraketen von der Harbour Bridge. Die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk.

Feuerwerk am London Eye

Silvesterfeuerwerk in London
In London feierten die Menschen eine Stunde nach uns ins neue Jahr.
© REUTERS, HENRY NICHOLLS, LP

In den folgenden Stunden begrüßten nach und nach die Länder in Asien das neue Jahr: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia.

In der russischen Hauptstadt Moskau lagen sich um 22 Uhr MEZ zehntausende Menschen bei einem großen Fest am Roten Platz in den Armen. In der britischen Hauptstadt, die eine Stunde nach Berlin ins neue Jahr kam, gab es ein Feuerwerk am Riesenrad London Eye. In Rom feierten zehntausende Menschen vor historischer Kulisse: Sie strömten zum Circus Maximus, wo das offizielle große Feuerwerk um Mitternacht losging.

Hunderttausende feiern Silvester am Strand in Rio

Feuerwerk an der Copacabana in Rio
Mit einem Feuerwerk an der Copacabana begrüßte Rio de Janeiro das neue Jahr.
© imago images/ZUMA Press, O Globo, O Globo via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro begrüßten hunderttausende Menschen das neue Jahr. Einheimische und Touristen verfolgten am Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. In anderen Teilen der Welt mussten sich die Menschen noch etwas mehr gedulden: Erst um 11 Uhr waren die Einwohner von Honolulu in Hawaii an der Reihe.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits Dienstagmittag das neue Jahr ein - in der Mini-Gemeinde sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.