LKA ermittelt wegen versuchten Mordes

Silvester in Leipzig: Polizist wird mit Pyrotechnik attackiert und schwer verletzt

In Leipzig wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Ein Beamter wurde dabei schwer verletzt.
In Leipzig wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Ein Beamter wurde dabei schwer verletzt.
© dpa, Sebastian Willnow, wil

03. Januar 2020 - 21:35 Uhr

Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitz

In der Silvesternacht wurde im Leipziger Stadtteil Connewitz ein Polizist schwer verletzt. Bei Ausschreitungen warfen mehrere Menschen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte. Offenbar wurde der 38-jährige Beamte mit Pyrotechnik attackiert. Die Behörden ermitteln nun wegen versuchten Mordes.

Polizist musste notoperiert werden

"Hier wurde jemand gezielt angegriffen und schwer verletzt", sagte LKA-Sprecher Sprecher Tom Bernhardt. Die konkreten Tatumstände und Verletzungen, die ein Beamter erlitten habe, hätten die Staatsanwaltschaft zur Hochstufung veranlasst, so Bernhardt am Mittwoch. Zuerst war wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. Genauere Angaben wollte Bernhardt nicht machen.

Aus Polizeikreisen hieß es, dem Beamten sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert wurde. Der Mann verlor das Bewusstsein und musste im Krankenhaus notoperiert werden, wie die Leipziger Polizei erklärte. Diese Aussage wurde später von der Polizei relativiert. Der Polizist wurde zwar operiert, eine Not-OP sei das allerdings nicht gewesen. Drei weitere Beamte wurden leicht verletzt.

Die Täter in Leipzig konnten noch nicht ermittelt werden

Neujahr - Leipzig
Im Leipziger Stadtteil Connewitz kam es in der Silvesternacht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
© dpa, Sebastian Willnow, wil

Wer für die Tat verantwortlich ist, konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Soko "LinX" des Polizeilichen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrums (PTAZ) Sachsen des LKA hat die Ermittlungen übernommen. Neun Personen wurden nach den Krawallen festgenommen, drei davon aber in der Nacht wieder entlassen.