Silva: Parallelen zwischen Influencern und Fußballprofis

Influencerin Luana Theodoro da Silva (Luana Silva) bedient ihrem Arbeitszimmer ein Smartphone. Foto: Swen Pförtner/dpa
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30. Juni 2020 - 5:51 Uhr

Luana Silva (29), Influencerin aus Göttingen, sieht Parallelen zwischen ihrem Job und Fußballprofis. "Wir wissen nicht, wie lange unsere Jobs funktionieren. Es ist ein wenig wie bei den Fußballern, die nur eine Zeit arbeiten", sagte die 29-Jährige. Der Betriebswirtin, die eine einjährige Tochter hat, folgen 540.000 Menschen auf Instagram. Silva gibt Ernährungs- oder Beautytipps und verkauft Handtaschen in ihrem Shop. Einen Podcast über Themen wie Spiritualität oder Persönlichkeitsentwicklung hat sie auch.

Der Digitalverband Bitkom definiert Influencer als Menschen in den sozialen Netzwerken, die sehr viele Fans haben und - entsprechend ihrem Themenschwerpunkt - bestimmte Produkte vorstellen. "Den Nutzern muss klar sein, dass Influencer Geschäftsleute mit teils lukrativen Verträgen sind", sagt Verbandssprecherin Nina Paulsen.

Influencer wie Silva sind für Jugendliche nach Experteneinschätzung mindestens so wichtig wie Popstars. Die Fans könnten ihre Idole zum Beispiel über Instagram leichter erreichen als Musikstars, sagt Laura-Maria Altendorfer, die ihre Doktorarbeit über Influencer geschrieben hat. Die Stars der Branche - etwa Bibis Beauty Palace oder Pamela Reif haben mehr als sechs Millionen Follower.

Quelle: DPA