Wie in Treibsand

Mann fällt in Getreidesilo und erstickt

24. Januar 2020 - 9:58 Uhr

Versunken und erstickt

Er konnte erst nach anderthalb Stunden geborgen werden. In Rosdorf im Landkreis Göttingen ist am Dienstagabend ein Mann in ein Getreidesilo gefallen. Darin versank und erstickte er.

Seelsorger betreute Mitarbeiter

Kollegen hatten den Mann nach einer Zeit vermisst. Sie suchten auf dem Gelände auf dem sich auch das Silo befand nach ihm. Irgendwann bemerkten sie: Er musste in den Getreidespeicher gefallen sein. Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte fanden den Mann im Silo erst nach anderthalb Stunden. Er war im Getreide - ähnlich wie im Treibsand - versunken und dann erstickt. "Wir konnten eine männliche Person finden, die von knapp 2000 Tonnen Getreide verschüttet wurde", erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Mitarbeiter seien entsetzt. Man habe einen Notfallseelsorger einsetzen müssen, der sich um die Angestellten kümmere.

Radlader riss Silo auf

Um überhaupt erst an den Vermissten heranzukommen, musste die Feuerwehr den unteren Teil des Silos mit einem Radlader aufreißen. Danach schaufelten die Einsatzkräfte tonnenweise Getreide weg. Doch die Hilfe kam letztendlich zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 54-Jährigen feststellen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 30 Leuten im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen am Abend aufgenommen. Erst nach Abschluss der Beweisaufnahmen durften die Einsatzkräfte den Verstorbenen aus dem Getreide bergen.