Siebenjähriger rettet sich und 14 andere Flüchtlinge vor dem Ersticken

In einem Lastwagen wollten 15 Menschen illegal nach Großbritannien reisen, dabei wären sie fast erstickt. (Motivbild)
© REUTERS, VINCENT KESSLER

15. April 2016 - 13:30 Uhr

Der Junge erkannte die Gefahr und alarmierte zwei Flüchtlingshelferinnen

Mit einer SMS-Nachricht aus dem Inneren eines Lastwagens hat ein siebenjähriger afghanischer Junge sich und 14 weitere eingesperrte Flüchtlinge vor dem Erstickungstod gerettet. Ahmed sei in dem Laster illegal auf dem Weg nach Großbritannien gewesen, teilte die Hilfsorganisation 'Help Refugees' mit. Zuvor lebte er in einem Flüchtlingslager in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais.

Als er im Laderaum kaum noch Luft bekam, habe er eine SMS an zwei Helferinnen in Calais abgesetzt. Diese hätten dann sofort die britische Polizei verständigt, sodass die dann die 15 Flüchtlinge gerade noch rechtzeitig gerettet werden konnten. "Das erste, was ich tat, war, die Rettungsdienste anzurufen, die Polizei einzuschalten und ihr zu sagen, dass es um Leben und Tod geht", sagte eine der beiden Helferinnen dem Sender 'BBC'.

Die glückliche Rettung sei einerseits der Fähigkeit des Jungen zu verdanken, die gefährliche Lage zu erkennen, schrieb die Organisation. Genauso wichtig sei aber, dass ihm die Helferinnen ein Handy mit Guthaben und Notfallnummern gegeben und ihm eingeschärft hätten, sie bei Gefahr zu kontaktieren.