Sieben Wisente aus Berlin kehren in Kaukasus-Heimat zurück

Wisente stehen auf einer Wiese. Foto: Dieter Menne/dpa/Symbolbild
Wisente stehen auf einer Wiese. Foto: Dieter Menne/dpa/Symbolbild
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25. November 2021 - 17:54 Uhr

Berlin (dpa/bb) - Der Tierpark Berlin und die Tierschutzorganisation WWF haben Wisente in ihrer Heimat Aserbaidschan ausgewildert. "Neun Tiere sind insgesamt nach Aserbaidschan geflogen", sagte eine Sprecherin des Zoologischen Gartens Berlin am Donnerstag. Demnach stammten sieben Tiere aus Berlin und zwei aus Bern.

Die sieben Tiere aus Berlin seien in den vergangenen Monaten aus den verschiedensten Teilen Deutschlands und Europas in die deutsche Hauptstadt gekommen, "um sich erst einmal aneinander zu gewöhnen", so die Sprecherin. Nach der Eingewöhnungsphase in Berlin kommen sie jedoch nicht sofort in den Nationalpark in ihrer Heimat.

Aus dem Flugzeug gehe es zunächst in ein weiteres Eingewöhnungsareal. Das sei wichtig, denn die Wisente müssten sich etwa an die klimatischen Bedingungen anpasse, so die Sprecherin. "Ab Frühjahr 2022 können sie dann in den Nationalpark freigelassen werden."

Der Große Kaukasus in Aserbaidschan bietet nach Angaben des Referenten beim WWF, Aurel Heidelberg, genügend Platz und Schutz für Bestände mit mehreren hundert Tieren. Bereits im vergangenen Jahr wurden insgesamt 16 Wisente ausgewildert und haben bereits Nachwuchs bekommen, teilte der Zoologische Garten Berlin mit.

1927 wurden Wisente im Kaukasus vom Menschen ausgerottet. Durch einige zoologische Einrichtungen, die nur wenige Tiere in Obhut nahmen, konnte die Art überleben.

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Quelle: DPA