Sieben Menschen bei Unfall getötet

Urlauber von Suff-Fahrer getötet: Südtirol trauert um junge deutsche Gäste

Ort der Trauer an der Unfallstelle in Luttach (Südtirol): Hier fuhr ein mutmaßlich Betrunkener sechs deutsche Touristen tot, elf Verletzte
Ort der Trauer an der Unfallstelle in Luttach (Südtirol)
RTL

Tragischer Unfall in der Nacht auf Sonntag in Luttach

Ein Ort der Trauer ist die Unfallstelle in Luttach am Sonntagmorgen: Hier starben in der Nacht zuvor sechs junge Menschen , eine weitere Deutsche erliegt am Montag ihren Verletzungen. Eine deutsche Reisegruppe war auf dem Weg aus der Disco zurück in ihre Ferienunterkunft - ein betrunkener Autofahrer raste sechs von ihnen tot, vier Menschen wurden nach offiziellen Angaben schwer verletzt. Am Morgen danach sind an der vielbefahrenen Hauptstraße in Luttach Kerzen aufgestellt. Darüber hängt ein Zettel, der der Trauer der Dorfgemeinde Ausdruck verleiht. Später am Vormittag ist daneben ein weiterer zettel zu sehen, auf dem die Betreiberfamilie eines Gastbetriebs ihr tiefempfundenes Beileid ausspricht.

Im Video: Trauer an der Unfallstelle

Auto rast in deutsche Reisegruppe: Sechs Tote Unfall in Luttach
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Unfall in Luttach
Auto rast in deutsche Reisegruppe: Sechs Tote

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„Das Leid der vielen Verletzten und aller Angehörigen macht uns zutiefst betroffen“

Der unbekannte Verfasser des Zettels beschreibt Fassungslosigkeit darüber, „dass unsere lieben jungen Freunde aus Deutschland aus dem Leben gerissen wurden. Das Leid der vielen Verletzten und aller Angehörigen macht uns zutiefst betroffen.“ Viele Menschen seien in Trauer mit Angehörigen und Verletzten verbunden. Am Morgen halten immer wieder Autos an der Unfallstelle an, Einheimische steigen aus, zünden eine Kerze an und verharren kurz in Trauer und Gedenken am Ort des tödlichen Unfalls.

Es sei schwer die richtigen Worte zu finden, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher auf einer Pressekonferenz am Sonntagmorgen. „Wir sind alle geschockt“, erklärt er im Namen der Landesregierung. „Wir sprechen die Solidarität der Bevölkerung Südtirol aus.“ Das neue Jahr beginne mit einer schrecklichen Tragödie. Kompatscher dankte den insgesamt 160 Einsatzkräften, die ihr Bestes gegeben hätten.