Sieben Jahre Krieg in Syrien: Mindestens 350.000 Menschen bisher gestorben

15. März 2018 - 20:36 Uhr

Helfern fehlen Worte, um das Leid zu beschreiben

Fast sieben Jahre dauert der Krieg in Syrien an. Den Helfern fehlen manchmal schon die Worte, um das Leid zu beschreiben. Besonders groß ist die Not derzeit im umkämpften Rebellengebiet Ost-Ghuta.

Tatsächliche Zahl der Toten wohl deutlich höher

Sieben Jahre nach dem Beginn des blutigen Konfliktes in Syrien ziehen Helfer eine bittere Bilanz: Schon heute haben mehr als 1,5 Millionen Menschen in dem Bürgerkriegsland bleibende seelische oder körperliche Schäden erlitten. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt entweder als Flüchtling im Ausland oder ist innerhalb Syriens vertrieben worden.

Und ein Ende des Krieges ist nach Einschätzung der Bundesregierung nicht in Sicht. Im dem Bürgerkrieg kamen seit Ausbruch des Konflikts Aktivisten zufolge mehr als 350.000 Menschen ums Leben. Unter den Opfern seien mehr als 105.000 Zivilisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Enthalten in diesen Zahlen sind demnach nur Opfer, deren Tod belegt ist. Die tatsächliche Zahl der Toten sei deutlich höher und liege Schätzungen zufolge bei mehr als 500.000.

Konflikt hatte am 15. März vor sieben Jahren begonnen

Der Konflikt hatte am 15. März 2011 mit Demonstrationen in der Hauptstadt Damaskus und anderenorts begonnen. Die Spannungen eskalierten, als die Regierung mit Gewalt gegen die Proteste vorging. Unicef warnte, der fehlende Zugang zu guter medizinischer und psychologischer Behandlung führe oft dazu, dass sich Kriegsversehrte aus Syrien langsamer von ihren Verletzungen erholten oder sich ihr Zustand sogar verschlechtere. Viele Kinder hätten Angehörige verloren. Daher fehle oft auch eine enge Bezugsperson, die sich um sie kümmern könne.

Zusammengefasst: Seit sieben Jahren erreichen die Weltöffentlichkeit schreckliche Bilder, vor allem vom Leid der Zivilbevölkerung, besonders der Kinder - trotzdem sind alle Friedensbemühungen bisher gescheitert. Die traurigen Fakten sehen Sie in unserem Video.