Sie tötete eine Katze mit Pfeil und Bogen und postete es auf Facebook: Tierärztin vom Dienst suspendiert

21. Oktober 2016 - 14:51 Uhr

Ist die Strafe zu mild?

Mit ihrem Facebook-Post löste Kristen Lindsey für weltweite Empörung aus: Die Tierärztin zeigte sich mit einer Katze, die sie selbst mit Pfeil und Bogen erschossen hatte. Nach mehr als einem Jahr folgt nun die Strafe: Die Veterinärin wird vom Dienst suspendiert.

Der texanische Tierärzteverein 'Texas Board of Veterinary Medical Examiners' hat Kristen für ein Jahr verboten, als Tierärztin zu arbeiten. Zudem muss sie in den darauffolgenden vier Jahren regelmäßige Berichte über ihre Arbeit schreiben und muss sich einer zusätzlichen Ausbildung im Tierschutz unterziehen.

​Die Tierschutzvereinigung 'Animal Legal Defense Fund' hält die Strafe für viel zu mild. In einem Statement schreibt sie: "Das ist ein harter Schlag, weil die Strafe nicht im Verhältnis steht zu der unvorstellbaren Grausamkeit, die Frau Lindsey einer wehrlosen Katze angetan hat. Dass sie überhaupt ihren Job weiter ausführen darf, setzt den Ruf von vertrauenswürdigen Tierärzten in Gefahr."

Welle der Entrüstung in sozialen Medien

Als wäre das Foto nicht schlimm genug, schrieb Kristen damals unter ihrem Post: "Mein erster Treffer mit dem Bogen. Nur ein streunender Kater mit einem Pfeil im Kopf ist ein guter Kater. Dafür sollte man mich als Tierärztin des Jahres auszeichnen." Daraufhin brach eine Welle der Entrüstung aus. Zehntausende forderten seitdem auf der Facebook-Seite 'Justice for Tiger the cat' Gerechtigkeit für den sinnlosen Tod des Katers. Auch die Tierklinik, in der Kristen arbeitete, distanzierte sich eindeutig von dem Vorfall: "Wir sind vollkommen geschockt, traurig und angeekelt."

​Reumütig zeigt sich Kristen dennoch nicht. Ihr Anwalt Brian Bishop sagte, dass es in der Gegend üblich sei, verwilderte Katzen zu töten. "Dieser Fall wäre niemals so weit gegangen, gäbe es keine sozialen Medien." Das nächste Mal wird Kristen wohl gut überlegen, was sie auf Facebook postet.