Polizeichef: „Sie haben sich in große Gefahr begeben, um die Gemeinde zu schützen“

Sie stoppten den Attentäter: Neuseeland feiert Helden-Polizisten

18. März 2019 - 8:14 Uhr

Massenmörder von Christchurch will sich selbst vor Gericht vertreten

Neuseeland rückt zusammen nach dem entsetzlichen Attentat von Christchurch. Dass es nicht noch mehr Tote gab, ist auch dem beherzten Eingreifen zweier Polizisten zu verdanken. In einer waghalsigen Aktion rammten sie das mit Sprengstoff präparierte Auto des Massenmörders, überwältigten ihn schließlich. Weitere Einzelheiten, was der Polizeichef sagt - in unserem Video!

Neuseeland verschärft Waffengesetze nach Attentat von Christchurch

dpatopbilder - 16.03.2019, Neuseeland, Christchurch: Der australische Täter (M) formt im Bezirksgericht vor einer Anhörung ein «Okay»-Zeichen mit seinen Fingern. Nur einen Tag nach den Terroranschlägen auf zwei Moscheen in Christchurch ist der 28-Jäh
Der Attentäter von Christchurch wurde am 16. März einem Haftrichter vorgeführt.
© dpa, Mark Mitchell, kurt bayer kde

Unterdessen teilte der bisherige Pflichtverteidiger des Attentäters mit, dass ihn der 28-jährige Brenton Tarrant von seinem Mandat entbunden habe. Anwalt Richard Peters vermutet, dass der Rechtsextremist einen Prozess als Plattform nutzen wolle, um "seine ziemlich extremen Ansichten" vor den Augen der Weltöffentlichkeit zur Schau zu stellen.

Unterdessen wurden die ersten Todesopfer den Familien übergeben. Im Islam ist es eigentlich üblich, dass Tote binnen 24 Stunden beigesetzt werden.

Das Parlament in Neuseeland hat zudem die geplante Verschärfung der Waffengesetze auf den Weg gebracht. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte an, aufs Tempo zu drücken. "Wir wollen so schnell wie möglich damit vorankommen", sagte sie.

50 Tote bei Attentat auf Moscheen in Christchurch

18.03.2019, Neuseeland, Christchurch: Ein Schüler sitzt vor Blumen, die in Gedenken an die Opfer des Anschlages niedergelegt wurden. Das Massaker mit mindestens 50 Todesopfern in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch geht allem Anschein nach
Gedenken an Opfer des Terroranschlags von Neuseeland
© dpa, Vincent Yu, VY pat

Brenton Tarrant war allen bisherigen Erkenntnissen nach Einzeltäter. Dem Australier, der seit mehreren Jahren in Neuseeland lebt, droht nun lebenslange Haft wegen vielfachen Mordes. Kurz vor der Tat stellte er eine 74-seitige Kampfschrift mit rechtsextremen Parolen ins Internet und verschickte sie auch per E-Mail, unter anderen an Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern. Muslime und Immigranten bezeichnet er darin als "Invasoren", sich selbst als Rassisten.