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Sicherheitspanne am Flughafen Düsseldorf: Mann transportiert 20 Schlangen im Handgepäck mit nach Russland

 Eine Frau nimmt am 06.07.2012 auf dem Flughafen in Düsseldorf beim Sicherheitscheck ihre Handtasche (Symbolbild).
Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf (Symbolbild). © dpa, Federico Gambarini, fg hpl fpt

Flughafen in Düsseldorf fiel schon öfter negativ auf

Sicherheitspanne am Flughafen Düsseldorf! Ein Mann ist mit 20 Schlangen im Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle gelangt. Die ungiftigen Reptilien fielen erst nach der Landung in Moskau auf. Wie kann das passieren?

Erst nach der Landung in Moskau fielen die Schlangen auf

Mitarbeiter eines Moskauer Flughafens entdeckten die Tiere, die noch immer im Handgepäck des Passagiers verstaut waren. Laut einem Bericht der Umweltschutzbehörde in Moskau hatte er sie vor dem Abflug in Düsseldorf in Döschen verpackt und dann in eine kleine Tasche gesteckt. Bei der Einreise nach Russland hatte der Mann angegeben, die ungiftigen Schlangen auf einem Markt in Deutschland gekauft zu haben. Ihm fehlten jedoch die richtigen Dokumente. Jetzt sind die Tiere in Quarantäne.

RTL-Reiseexperte Ralf Benkö: Es geht vor allem darum, Sprengstoff zu finden

Beim Sicherheitscheck vor dem Abflug in Düsseldorf gab es offenbar keine Probleme. Die Bundespolizei teilte mit, dass kein Vorfall gemeldet worden sei. "Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen geht es vor allem darum, Waffen oder Sprengstoffe zu finden“, erklärt RTL-Luftfahrtexperte Ralf Benkö. "Organisches Material, wie zum Beispiel Schlangen, wird auf dem Röntgenschirm mit einer speziellen Farbe angezeigt, die der von Sprengstoff sehr ähnlich ist. Das Personal hätte deshalb also bei 20 Dosen im Handgepäck mit einem seltsamen, organischen Inhalt aufmerksam werden müssen. Zumindest hätten sie eine Abstrichprobe auf Sprengstoffspuren machen sollen. Außerdem hätte man versuchen sollen, in eine der Dosen mal hineinzuschauen."

Grundsätzlich ist es nicht illegal, Schlangen im Handgepäck mitzunehmen. Dazu sind allerdings spezielle Dokumente nötig. Bei der Einreise in Russland verlangen die Behörden zusätzliche Bestätigungen, unter anderem von Tierärzten.

RTL-Reporter konnten Sprengstoff-Attrappen an Bord schmuggeln

Die deutschen Flughäfen – darunter auch der in Düsseldorf – waren bereits 2017 in die Kritik geraten. RTL-Reporter hatten schockierende Sicherheitsmängel aufgedeckt und konnten plastische Sprengstoff-Attrappen durch die Kontrollen und damit an Bord eines Flugzeuges schmuggeln. In Düsseldorf hatten die Mitarbeiter selbst Alarm geschlagen – zu wenig Personal, endlose (Menschen-)Schlangen, zu wenig Pausen. Nach den Sommerferien in diesem Jahr hatte der Flughafenchef dagegen eine positive Bilanz gezogen.

Quelle: DPA/RTL.de​

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